Studie: Warum fehlende Frachtkosten-Transparenz für viele Unternehmen das größte Problem ist
Frachtkostenmanagement

Studie: Warum fehlende Frachtkosten-Transparenz für viele Unternehmen das größte Problem ist

Eine aktuelle AEB-Umfrage unter mehr als 70 Industrie- und Handelsunternehmen zeigt: Im Frachtkostenmanagement dominieren manuelle und verteilte Vorgehensweisen. Das eigentliche Kernproblem liegt für viele Teams dabei nicht nur in der Tarifpflege, sondern vor allem in der fehlenden Transparenz über die tatsächlichen Kosten.

Viel Handarbeit beim Thema Frachtraten

Frachtraten werden in vielen Unternehmen noch längst nicht so genutzt, wie es für moderne Versand- und SAP-Prozesse sinnvoll wäre. Statt strukturiert und früh im Prozess verfügbar zu sein, liegen sie oft verteilt in Tarifunterlagen, Carrier-Portalen, lokalen Dateien oder separaten Systemen.

Genau dieses Bild zeigt auch eine aktuelle AEB-Umfrage (siehe Abbildung) unter 71 Industrie- und Handelsunternehmen. Mehr als ein Drittel (35 %) der Befragten ermittelt Frachtraten heute manuell anhand von Tarifunterlagen, 23 % pflegen Tarif manuell in ihrem SAP-System.

Warum das in SAP-Systemen zum Problem werden kann

Es dominiert also die Handarbeit. Das bedeutet nicht nur einen hohen Aufwand. Es wirkt sich an vielen Stellen im Logistikprozess aus. Denn Frachtkosten werden heute nicht erst nach dem Versand benötigt, sondern oftmals deutlich früher. Zum Beispiel für:

  • Kalkulationen im Vorfeld
  • die Auswahl geeigneter Versandoptionen
  • interne Verrechnungen
  • Nachkalkulationen
  • Analysen und Auswertungen

Sobald Frachtraten dafür nicht aktuell, nicht konsistent oder nicht direkt im SAP-nahen Prozess verfügbar sind, entstehen Herausforderungen: Entscheidungen werden mit unvollständiger Datenbasis getroffen. Gleichzeitig steigt der Pflegeaufwand – vor allem in Multi-Carrier-Umgebungen mit unterschiedlichen Tarifmodellen, Zuschlägen und Servicearten.

Wie Frachtraten heute in Unternehmen ermittelt werden
Wie Frachtraten heute in Unternehmen ermittelt werden

Der größte Aufwandstreiber: fehlende Transparenz über tatsächliche Frachtkosten

Noch interessanter wird das Bild beim Blick auf eine zweite Frage: Wo entsteht heute der größte Aufwand im Frachtkostenmanagement? Die Antworten zeigen eine klare Priorisierung (siehe Abbildung).

Auffällig ist: Der größte Schmerz liegt nicht in einem einzelnen technischen Detail, sondern in der mangelnden Sicht auf reale Frachtkosten.

Das ist hochrelevant. Denn fehlende Transparenz wirkt sich gleich mehrfach aus: Versandoptionen lassen sich schwer vergleichen, Kostenkontrolle wird mühsam, Nachkalkulationen dauern länger und Logistik wie Controlling arbeiten oft auf unterschiedlichen Informationsständen.

Was Unternehmen jetzt brauchen

Die Umfrage legt nahe: Viele Unternehmen suchen nicht einfach nur einen besseren Ort, um Tarife abzulegen. Sie brauchen einen Weg, Frachtkosten früher im Prozess nutzbar zu machen.

Dafür sind drei Punkte entscheidend:

1. Frachtraten müssen aktuell sein

Veraltete Tarifstände führen schnell zu fehlerhaften Bewertungen und unnötigem Abstimmungsaufwand.

2. Frachtkosten müssen im richtigen System verfügbar sein

Wenn die Information außerhalb von SAP oder außerhalb des eigentlichen Versandprozesses lebt, sinkt ihr operativer Nutzen erheblich.

3. Kosten müssen früh im Prozess bewertbar sein

Nur dann lassen sich Services, Laufzeiten und Preise sinnvoll gegeneinander abwägen.

Damit verschiebt sich auch der Anspruch an Frachtkostenmanagement: weg von einer reinen Tarifablage, hin zu einer strukturierten, prozessnahen Nutzung von Kosteninformationen.

Was verursacht den größten Aufwand im Frachtkostenmanagement?
Was verursacht den größten Aufwand im Frachtkostenmanagement?

Wohin sich das Thema entwickelt

Aus unserer Sicht zeigt die Umfrage einen klaren Trend: Frachtkostenmanagement wird stärker zu einem Transparenz- und Datenverfügbarkeitsthema.

Unternehmen wollen Transportkosten nicht erst im Nachgang nachvollziehen. Sie wollen sie im laufenden Prozess bewerten können – direkt dort, wo in SAP-Systemen und im Versand Entscheidungen getroffen werden.

Genau an dieser Stelle setzen auch die neuen Frachtraten-Funktionen der AEB Lösung Carrier Cloud for SAP an: Individuelle Frachtraten eines Unternehmens werden von AEB gepflegt und aktuell gehalten, Frachtkosten früh im Prozess bereitgestellt und für ausgewählte Carrier sogar für ein frühes Rate Shopping nutzbar gemacht.

Der Nutzen: Weniger manuelle Pflege, mehr Überblick und eine bessere Grundlage für operative wie kaufmännische Entscheidungen.

Mehr zur Lösung erfahren Sie auf den Seiten zu Multi-Carrier-Versand in SAP® und zum Frachtkostenmanagement von AEB.