Der letzte Exportkontroll-Event von AEB und Dow Jones in Zürich lieferte wichtige Trade Compliance Einblicke. Spannende Gespräche folgten dem SECO-Update, dem Industrie-Interview und der Panel-Diskussion mit Experten aus Beratung, Behörde, Industrie und Software. Im nachfolgenden Kapitel finden Sie die zehn wichtigsten Erkenntnisse. Zusammenfassend gilt:
Die Prioritäten für Schweizer Industrieunternehmen im Bereich Sanktionen und Exportkontrolle liegen bei automatisiertem Sanktionslistenscreening, belastbaren Produkt- und Geschäftspartnerprüfungen, risikobasiertem Lieferantenmanagement, Datenqualität und klarer menschlicher Verantwortung bei Entscheidungen. Das gilt besonders für Unternehmen mit komplexen Lieferketten, internationalem Geschäft und sensiblen, dual-use-relevanten oder anderweitig exportkontrollrechtlich betroffenen Produkten.
Die regulatorische Lage weltweit verändert sich rasant. Dynamische Sanktionen, verschärfte Exportkontrollen, steigende Beschaffungsrisiken und neue Anforderungen in wichtigen, globalen Märkten wirken zusammen. Für Unternehmen geht es deshalb nicht allein um die Frage, ob eine einzelne Lieferung zulässig ist. Es geht auch darum, welche Märkte sie bedienen, von welchen Lieferanten sie abhängig sind und wie sie ihre Entscheidungen über längere Projektlaufzeiten hinweg absichern. Dies verdeutlicht, dass Trade Compliance eine Funktion darstellt, die nicht alleinig im Compliance-Team verantwortet werden kann, sondern unternehmensweit greifen muss.