Sanktionslisten im Überblick

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Rechtsgrundlagen für Sanktionslisten auf einen Blick

Sanktionslisten sind offizielle Verzeichnisse. In ihnen sind Personen, Gruppen, Organisationen und/oder Unternehmen aufgeführt, gegen die bestimmte wirtschaftliche oder rechtliche Sanktionen verhängt wurden. Firmen mit Sitz in der EU müssen die Sanktionslisten berücksichtigen, die aus EU-Verordnungen und ggf. zusätzlich aus nationalen Gesetzen hervorgehen. 

Seitens der EU finden sich solche personenbezogenen Embargos in den sogenannten Antiterrorverordnungen. Darunter sind die EU-Verordnungen 881/2002 (Al-Quaida), 2580/2001 (sonstiger Terrorismus) und 753/2011 (Taliban) zu verstehen.  Aber auch diverse länderbezogene Embargoverordnungen der EU führen in ihren Anhängen Sanktionslisten, für die bestimmte Einschränkungen bestehen. Diese sind unter anderem in den Embargoverordnungen zu Iran, Nordkorea, Russland/Ukraine und Südsudan zu finden. 

Neben der EU veröffentlichen zahlreiche andere Länder Sanktionslisten, beispielsweise die Schweiz und Japan. Von besonderer Relevanz sind die Sanktionslisten der USA (Blacklists). Der Grund: die USA beanspruchen für einen Teil Ihrer Exportkontrollvorschriften exterritoriale Geltung.

Folge für in Sanktionslisten aufgeführte Personen, Gruppen und Organisationen: Sie unterliegen sogenannten bereitstellungsverboten. Es ist verboten, in den verschiedenen EU-Verordnungen gelisteten Personen, Einrichtungen und Organisationen sowohl Finanzmittel als auch wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Als wirtschaftliche Ressource gelten alle Waren, die für den Erwerb von Geldern, Waren oder Dienstleitungen verwendet werden können, jedoch selbst keine Finanzmittel darstellen. 

Es ist völlig unerheblich, ob es sich um körperliche oder nicht körperliche, bewegliche oder unbewegliche Waren handelt. Beispielsweise sind Immobilien, elektrischer Strom oder Software als wirtschaftliche Ressourcen anzusehen, da diese für den Erwerb von Finanzmitteln verwendet werden können.
Die Definition als  "wirtschaftliche Ressource" umfasst somit nahezu alle Arten von Gütern.

Die wichtigsten Sanktionslisten 

Die wichtigste Sanktionsliste für in der EU ansässige Unternehmen ist die sogenannte CFSP-Liste. In dieser werden alle Personen, Organisationen und Unternehmen gelistet, gegen die Finanzsanktionen seitens der EU bestehen. Bei dieser Sanktionsliste bzw. Verbotsliste handelt es sich um eine Zusammenfassung aller Namenslisten der Antiterror- und Länderembargoverordnungen. 

Neben diesen Verordnungen können für Unternehmen mit Sitz in der EU auch US-Sanktionslisten von Bedeutung sein. Die USA administrieren eine Vielzahl an Sanktionslisten und beanspruchen weltweite Gültigkeit ihres Exportkontrollrechts. Davon sind Unternehmen betroffen, die mit Waren aus US-Herkunft arbeiten oder als US-Personen das US-Recht beachten müssen.

Welche Sanktionslisten bietet AEB an?

Vollautomatisiert und tagesaktuell: AEB bietet Ihnen einen automatisierten Updateservice als integralen Bestandteil des AEB Compliance Screening.

Im Basis-Listenpaket (DATC1) sind folgende Sanktionslisten enthalten:

Sanktionslisten der EU:

  • CFSP, EU Consolidated Financial Sanctions List
  • EURUDU, EU-Russland-Embargo „Dual Use“
  • EURUKM, EU-Russland-Embargo „Kapitalmarkt“
  • BOE, Consolidated List of Financial Sanctions Targets in the UK


Sanktionslisten bzw. Blacklists der USA:

  • DPL, Denied Persons List, US Department of Commerce   
  • EL, Entity List, US Department of Commerce
  • UL, Unverified List, US-BIS Department of Commerce
  • SDN, Specially Designated Nationals List, US Department of Treasury
  • OFAC-CSL, Consolidated non-SDN Sanctions List, US Department of Treasury 
  • LADP, List of Administratively Debarred Parties
  • LSDP, List of Statutorily Debarred Parties, US Department of State
  • NPS, List of Nonproliferation Sanctions, US Department of State

Sanktionslisten Japan:

  • EUL, End User List, JP METI

Im Zusammenarbeit mit unseren Contentpartnern können wir Ihnen darüber hinaus maßgeschneidert für ihren Bedarf weitere weltweite Sanktionslisten anbieten.

Weiterführende Informationen und weitere zur Verfügung stehende Listen finden Sie hier:
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