Weiterbildung

Kompetenz in Digitalisierung

In der zukünftigen Arbeitswelt sind digitale Kompetenzen unabdingbar. Laut einer Studie investieren hier allerdings lediglich 57 % der Unternehmen in die Weiterbildung der Mitarbeiter.

Jens Verstaen 20.08.2018

Das zeigt eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom. 2016 waren es 55 % der Unternehmen, die angaben, in Weiterbildung zu investieren, um digitale Wissenslücken zu schließen. 

„Die Digitalisierung hat schon heute großen Einfluss auf das Arbeitsumfeld und die Art zu Arbeiten. Wenn vermehrt Maschinen, Roboter und Computer Tätigkeiten übernehmen, sind nicht nur IT-Spezialisten gefragt. Digitale Kompetenzen brauchen dann alle Arbeitnehmer – und zwar bereits bei einfacheren Alltagstätigkeiten“, sagt Nils Britze, Bitkom-Referent Digitale Geschäftsprozesse. 

Bei der derzeit allgemein guten Auftragslage versäumten es allerdings viele Unternehmen, in das Geschäft und die Mitarbeiter von morgen zu investieren. „In Zukunft braucht es vor allem sehr gut qualifizierte Fachkräfte – dafür müssen auch die Unternehmen sorgen“, so Britze.

Digitalisierung: Große Unternehmen sind Vorreiter

Je größer das Unternehmen, desto häufiger wird es in Sachen Weiterbildung tätig. So sagen bei den Unternehmen mit 500 Mitarbeitern und mehr 62 %, dass sie in Weiterbildung investieren. Vor allem der Mittelstand sieht zusehends die Dringlichkeit von Weiterbildung in Sachen Digitales für seine Mitarbeiter: Wo 2016 noch nur jedes zweite Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern Geld für die Weiterbildung von Digitalkompetenzen in die Hand genommen hat, sind es heute bereits sechs von zehn Unternehmen. 

Bei den Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sind es wie auch bereits vor zwei Jahren 56 %. „Lebenslanges Lernen muss raus aus dem Podiumssprech und rein in die unternehmerische Praxis. Digitalkompetenz gehört dabei in den Mittelpunkt“, sagt Britze. 

Digitalisierungs-Know-how mal anders

Dabei sollte Weiterbildung in Sachen Digitalisierung nicht nur klassische Maßnahmen wie den Besuch eines Seminars oder Kongresses umfassen, sondern auch neue Wege gehen. Der Softwareanbieter AEB hat neben vielen weiteren Angeboten ein Digital Lab eingerichtet, in dem Mitarbeiter praktische Erfahrungen mit Technologien wie 3D-Druck oder Virtual Reality machen und diese ausprobieren können.

Ein weiteres Projekt des Stuttgarter Unternehmens: Eine Blockchain, die nicht nur das Spülmaschinen-Management in den Büros verbessert, sondern auch den Mitarbeitern diese Technologie näherbringt. Aus- und Weiterbildung hat bei AEB insgesamt einen hohen Stellenwert. So investiert der IT-Anbieter darauf mehr als fünf Prozent seines Umsatzes.



Jens Verstaen
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Mehrwert für die Leser kreieren, die Geschichten hinter den Themen finden und die wesentlichen Informationen unterhaltsam aufbereiten – das treibt ihn an. So berichtet Jens Verstaen seit mehr als 15 Jahren vor allem über Supply-Chain- und IT-Themen.

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