Weihnachtstraditionen

So feiern die AEB Länder Weihnachten

Vom Christbaumloben über Sinterklaas bis hin zu Mince Pies und Lichtershow. Wir haben die schönsten und witzigsten Weihnachtstraditionen aus verschiedenen AEB-Standorten zusammengefasst.

Deutschland

“Oh, ist das ein schöner Baum!”

Deutschland
Deutschland

Ende des 19. Jahrhunderts hat sich in Schwaben der Brauch des  „Christbaumlobens“ etabliert. Dabei handelt es sich um ein schönes Ritual, um sich Zeit für Freunde und Verwandte zu nehmen und diese von Weihnachten bis zum Dreikönigstag zu besuchen. Besondere Beachtung findet dabei der geschmückte Christbaum, der ausgiebig bestaunt und über alle Maßen gelobt wird – sollte kein Baum zum Loben vorhanden sein, tut es in Ausnahmefällen aber auch eine Zimmerpflanze. Als Dank für die überschwänglichen Worte spendiert der Gastgeber den Gästen etwas Hochprozentiges. Wurde ein Baum ausreichend gelobt, geht es weiter zum nächsten Haus. „Letztes Jahr haben wir zum ersten Mal Weihnachten in unserem neuen Headquarter in Stuttgart-Möhringen gefeiert und im Atrium einen großen geschmückten Baum aufgestellt“, erzählt AEB-Geschäftsführer Markus Meißner. „Wer eine mindestens zweizeilige Lobeshymne auf den Baum aufsagen konnte, wurde sogar mit einem (kleinen) traditionellen „Schnäpsle“ belohnt.“

Niederlande

Postkartenflut und frühe Bescherung 

Niederlande
Niederlande

„In den Niederlanden schicken wir uns gerne Weihnachtskarten. Und zwar persönlich ausgesuchte oder – für die Kreativen und Enthusiasten unter uns – handgemachte Papierkarten mit einer speziellen (handschriftlichen) Botschaft, die wir per Post an Familie und Freunde versenden“, erzählt Richard Groenendijk, General Manager AEB Niederlande und ergänzt: „Es ist ein Spaß, aber auch eine stressige Tradition.“ Sein Tipp: Kaufen Sie immer ein paar zusätzliche Karten, damit Sie schnell reagieren können, falls Sie eine Karte von jemandem erhalten, den Sie vergessen haben. 

Geschenke gibt es in den Niederlanden traditionell am Sinterklaasavond (Nikolausabend) am 5. Dezember und nicht erst zu Weihnachten. Der Sinterklaas ist allerdings nicht nur als der Geschenkebringer für die Kinder bekannt. Er gilt auch als Schutzpatron der Seefahrer. In rote Bischofskleidung gehüllt und auf einem weißen Pferd reitend, stattet er nach niederländischer Überzeugung am letzten Novemberwochenende von Spanien aus den Hafenstädten einen Besuch ab. Begleitet wird er dabei von einem oder mehreren Knechten (Zwarten Piet), welche den Kindern Süßigkeiten zuwerfen. 

Großbritannien 

Big Ben am Weihnachtsbaum

Großbritannien
Großbritannien

Die Jahreszeit der Lichter und Mistelzweige – mit Santa Claus, Sternsingen, Weihnachtsbäumen und Plätzchen. „Diese Traditionen haben wir mit vielen anderen Ländern gemeinsam“, sagt Geoff Taylor, General Manager bei AEB International in UK. „Nur bei den Weihnachtsplätzchen, da müssen bei uns natürlich „Mince Pies“ (kleine Gebäckstücke gefüllt mit einer Fruchtmischung) dabei sein – sonst stimmt was nicht.“ Eine feste Weihnachtsinstitution ist auch das Weihnachtsstockwerk „Christmas World“ in Londons bekanntestem Edel-Kaufhaus Harrods, das jedes Jahr bereits im August (!) eröffnet. Dort bleibt kein Wunsch offen – vor allem in Sachen Weihnachtsdeko: Ob Big Ben als Christbaumkugel oder klassische Lametta, hier gibt es alles. 

„Eine Besonderheit bei uns ist das Timing des Weihnachtsfests“, erklärt Geoff Taylor. „Die Hauptweihnachtsfeier findet am ersten Weihnachtstag statt – die Kinder in Großbritannien müssen also eine Nacht länger ausharren, bevor sie ihre Geschenke am Morgen des 25. Dezember auspacken dürfen.“ Am Tag darauf, dem 26. Dezember, ist dann traditionell „Boxing Day“. Ums Boxen geht es dabei allerdings nicht: Der Name stammt von einem 800-Jahre alten Brauch, bei dem an diesem Tag Sammelboxen an Arme und Bedürftige verteilt wurden. Heute ist der Boxing Day ein beliebter Shoppingtag, da viele Händler Waren zu stark reduzierten Preisen anbieten.

Schweden

Traditionell international

Schweden
Schweden

„Wir lieben die Weihnachtszeit in Schweden – nicht nur, weil es eine wunderbare Gelegenheit ist, eine triste Winterzeit mit Licht und Glanz erstrahlen zu lassen. Das Beste daran ist die großartige Mischung der etablierten Traditionen – von außerhalb und lokal“, sagt Ted Roth, General Manager AEB Schweden. Sie spiegelt die kulturelle Offenheit und religiöse Vielfalt in Schweden wider. Ein Beispiel ist die Weihnachtsfensterdekoration, die immer einen siebenarmigen Leuchter zeigt, der typischerweise mit einer jüdischen Menora in Verbindung gebracht wird. „Oder das Luciafest, das als typisch katholische Feier einen zentralen Bestandteil unserer Adventszeit bildet“, so Roth. „Der Dekoration des aus Deutschland übernommenen Weihnachtsbaums fügen wir einen lokalen Touch hinzu: kleine schwedische Flaggen dürfen neben Lichtern, Kugeln und dergleichen nicht fehlen.“ 

Am 24. Dezember versammeln sich Familien, um die jährliche Wiederholung einer über 30 Jahre alten Donald-Duck-Show anzusehen, die man – zur Frustration der Jüngsten – nicht pausieren kann. Und kein schwedisches Weihnachtsbuffet ist wirklich komplett ohne den Nachtisch „Rice á la Malta“.

Schweiz

Leuchtende Weihnachtsfenster

Schweiz
Schweiz

Mit weihnachtlichen Motiven geschmückte Fenster erfreuen in der Adventszeit Groß und Klein. „In vielen Gemeinden in der Schweiz hat es sich eingebürgert, dass 24 Familien ein Adventsfenster gestalten und dieses am entsprechenden Tag in der Vorweihnachtszeit enthüllen“, erzählt Ingo Strasser, General Manager AEB Schweiz AG, und ergänzt: „Manchmal gibt es dabei auch einen kleinen Apéro für die Nachbarschaft.“ 

Im Schweizer Kanton Tessin ist der Panettone zu Weihnachten nicht wegzudenken. Ursprünglich kommt das kuppelförmige Gebäck aus Mailand, wo es einer Legende zufolge im 15. Jahrhundert am Hof von Ludovico il Moro erfunden wurde. Eine Version der Erzählung berichtet von einem Küchengesellen namens Toni, der die Spezialität durch Zufall kreierte. Als dem Koch das Dessert für die Weihnachtsgesellschaft misslungen war, rettete Toni die Situation, indem er aus Teigresten und Trockenfrüchten ein süßes Brot herstellte: das „Pane di Toni“ (Brot von Toni) – ein voller Erfolg bis heute.

Singapur

Bunt und glitzrig

Singapur
Singapur

„Während sich die Europäer an Weihnachten wegen Kälte und Schnee in ihre warmen Wohnzimmer zurückziehen, feiern wir in Singapur Weihnachten draußen bei tropischen Temperaturen von bis zu 30 Grad“, erzählt Frans Kok, General Manager AEB Asia Pacific. Natürlich wollen die Singapurianer auf „Schnee“ trotzdem nicht verzichten, deshalb pusten überall Schneekanonen Seifenblasen und Kunstschnee in die Luft. 

Die bekannte Einkaufsstraße Orchard Road verwandelt sich jedes Jahr zu Weihnachten in ein schillerndes Winterwunderland: Alles blinkt und funkelt und die Shopping-Malls und Hotels wetteifern um den „Best Decorated Building Award“ – den Preis für das am besten dekorierte Gebäude. „Christmas Light Up“ wird die alljährliche Lichtershow genannt, für die spezielle Designer engagiert werden. Auch einen richtigen Weihnachtsmarkt gibt es. Singapurianer lieben es an Weihnachten in Ganzkörperkostüme zu schlüpfen und so spazieren tausende Schneemänner, Nikoläuse und Lebkuchenmänner durch die Weihnachtsmarktstände. Die Vielfalt der in Singapur lebenden Menschen zeigt sich vor allem beim Weihnachtsessen: auf den Restaurantkarten finden sich Gänsebraten mit Knödeln und Blaukraut ebenso wie gefüllter Truthahn und das Nationalgericht Chicken Rice.

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