Gefahrgutlogistik

Russland: Logistik im WM-Stress

Russland hat an den WM-Spielorten umfangreiche Sicherheitsvorschriften erlassen. Sie betreffen vor allem die Gefahrgutlogistik.

Kerstin Ullrich 11.06.2018

Mit dem Erlass „Ukas 202“ des russischen Präsidenten vom 9. Mai 2017 sind umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen rund um die Austragungsorte der Fußball Weltmeisterschaft verbunden. Diese sind bereits im Vorfeld der WM seit dem 25. Mai 2018 in Kraft getreten und dauern bis zum 28. Juli 2018 an. Die Einschränkungen betreffen u. a. Transport und Logistik oder die Registrierung von Ausländern. Die russische AHK informiert auf einer Website ausführlich über die Maßnahmen.

Transporteinschränkungen an den Spielorten

Folgende Austragungsorte der WM sind von den Restriktionen betroffen: Stadt Moskau, Stadt St. Petersburg, Republik Tatarstan (einschließlich Kasan), Region Swerdlowsk (einschließlich Jekaterinburg), Region Krasnodar (einschließlich Sotschi), Region Nischni Nowgorod (einschließlich Nischni Nowgorod), Region Wolgograd, Region Samara, Rostower Gebiet (einschließlich Rostow-am-Don) und Republik Mordowien (einschließlich Saransk).

Dabei gilt für die Gefahrgutlogistik, dass im Umfeld der Austragungsorte der Transport das Be- und Entladen im Bahnverkehr und in den Häfen gestoppt wurde. Für zahlreiche WM-Stätten und deren Umland kommt es außerdem zu logistischen Einschränkungen bei der Durchfahrt im Straßenverkehr. In direkter Nähe der Stadien und in den Stadtzentren werden viele Straßen für den Autoverkehr geschlossen und zu Fußgängerzonen umgewandelt. Die Transportbeschränkungen der Städte und Regionen sind auf der Website der AHK Russland im russischen Original veröffentlicht.

Die AHK rät dazu Logistik-Routen ggf. frühzeitig umzuplanen, um Verzögerungen bei Warenlieferungen zu vermeiden. 

Aufenthalts- und Anmeldevorschriften verschärft

Die Frist für die Erfassung von ausländischen Staatsbürgern wurde in dem Zeitraum von sieben auf drei Tage reduziert. Dabei sind für die Registrierung eine Migrationskarte, der Pass oder Fan-ID und ein ausgefüllter Antrag des Migrationsdienstes vorzulegen. Hotelgäste werden innerhalb eines Tages durch das Hotel angemeldet. Ausführliche Erklärungen zu den Meldevorschriften erhalten Sie auf der Website der russischen Botschaft.

Kerstin Ullrich
Über die Autorin
Kerstin Ullrich
Als es in Sachen ATLAS 2009 in die heiße Phase ging, ist sie zur AEB gekommen. Verantwortlich als Redakteurin der AEB Community für praxisrelevante Neuerungen und Kundenfragen rund um Zoll und Außenwirtschaft.

Ähnliche Artikel

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen