Zollsenkungen

ITA-Abkommen: Weitere IT-Produkte werden zollfrei

2016 starteten 50 WTO-Mitglieder den schrittweisen Abbau von Zöllen auf 201 IT-Produkte im Rahmen des Abkommens ITA. Seit dem 1. Juli 2019 ist der Abbau weitestgehend abgeschlossen. Wer die Zollvorteile nutzen will, muss seine Produkte korrekt einreihen.

Die Erweiterung des Informationstechnologie-Abkommen (ITA) ist so gut wie abgeschlossen. In einem vierten Schritt wurden zum 1. Juli 2019 die Zölle auf eine Reihe von IT-Produkte abermals gesenkt, so dass praktisch alle von dem ITA erfassten Waren zollfrei sind. Nur sehr wenige Produkte haben über 2019 hinausgehende Abbaustufen. Die Erweiterung war beschlossen worden, um 201 IT-Produkte zu berücksichtigen, die es bei Abschluss des ITA-Abkommens im Jahr 1996 noch nicht gab.

Mehr als 90 % des Welthandels abgedeckt

Die Bedeutung des ITA-Abkommens für den weltweiten Handel mit IT-Produkten ist hoch, obwohl nur rund 50 WTO-Staaten dem Abkommen beigetreten sind. Darunter sind jedoch mit den EU-Staaten, den USA, China, Japan, Australien, Kanada, Südkorea, Taiwan und der Schweiz zahlreiche führende Technologiestaaten. Insgesamt deckt das ITA-Abkommen deshalb mehr als 90 % des Welthandels mit IT-Produkten ab. WTO-Mitglieder, die dem Abkommen nicht beigetreten sind, können ihre IT-Produkte zollfrei in die Teilnehmerstaaten exportieren, dürfen aber für Importe dennoch Zölle erheben.

Für MCO unbedingt aktuelle Einreihung beachten

Die HS-Unterpositionen der betroffenen Produkte hatte die EU im Jahr 2016 in einer Erklärung bekanntgegeben.

Auf einen besonders komplexen Sachverhalt weist die IHK Region Stuttgart hin. Multikomponenten integrierte Schaltungen (MCO), die in vielen unterschiedlichen Erzeugnissen enthalten sind, wurden erstmals im Jahr 2017 in verschiedene Unterpositionen (8542 31-8542 39) eingereiht. Deutsche Unternehmen, die mit diesen Erzeugnissen handeln, sollten diese Einreihung unbedingt berücksichtigen, um sich die Zollvorteile zu sichern. AEB-Kunden mit einem entsprechenden Datenservice stehen die korrekten Warennummern in ihrer AEB-Zolllösung längst bereit.

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