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EUR.1 für ein Inlandsgeschäft. Darf ich das?

Wir haben einen Kunden in Deutschland, und der möchte unsere Ware exportieren. Er verlangt von uns nun eine EUR.1. Darf ich so eine Warenverkehrsbescheinigung ausstellen? Die Ware hat zwar ihren handelspolitischen Ursprung in Italien, aber leider keine Präferenzberechtigung.

Björn Helmke 13.05.2019

Wenn es sich um ein reines Inlandsgeschäft handelt und Sie die Ware innerhalb Deutschlands versenden (oder innerhalb der EU), dann ist die EUR.1 fehl am Platz. Sie könnten Ihrem Kunden höchstens eine Einzel- oder Langzeitlieferantenerklärung ausstellen – vorausgesetzt Ihre Ware besitzt den präferenziellen EU-Ursprung. In Ihrem Fall dürfen Sie keinen Präferenznachweis für Ware erstellen, die keinen Präferenzursprung hat. Eine Falschausstellung von Präferenznachweisen wäre Steuerhinterziehung.

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Björn Helmke
Über den Autor
Björn Helmke
Björn Helmke arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Fachredakteur in den Themenbereichen Transport und Logistik. Seit zwei Jahren schreibt der Betriebswirt (WA) mit wachsender Begeisterung über praxisbezogene Themen in der Außenwirtschaft. Sein Anspruch: Auch bei Fachthemen Lesespaß und Nutzen unter einen Hut bekommen.

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