Logistikwirtschaft

Analyse: Logistikkosten in Europa steigen um rund zwei Prozent

Die Logistikkosten für die verladende Wirtschaft sind im Jahr 2016 erneut gestiegen. Insgesamt 1.050 Mrd. EUR gaben die Unternehmen aus für ihre Logistik aus.

Die Logistikkosten für die verladende Wirtschaft sind im Jahr 2016 erneut gestiegen. Insgesamt 1.050 Mrd. EUR gaben die Unternehmen aus der EU, Norwegen und der Schweiz für ihre Logistik aus. Das sind 2 % mehr als im Jahr 2015. Diese Einschätzung vertritt die Studie „Top 100 in European Transport and Logistics Services 2017/2018“, welche die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) am 25. Oktober 2017 auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin vorstellte. Die Logistikkosten bestehen aus den Kosten für Transporte, Lagerlogistik, Bestandskosten sowie Kosten für Administration, Planung und Auftragsverarbeitung.

KEP-Markt wächst am schnellsten

Das Wachstum der Logistikkosten im Jahr 2016 lag knapp über dem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes der Europäischen Union, das laut Eurostat 1,9 % betrug. Größter Kostenblock sind die Transportleistungen mit einem Kostenvolumen von rund 470 Mrd. EUR. Wachstumsstärkstes Segment sind die Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP). Ihr Treiber ist ein anhaltendes Wachstum des E-Commerce. Insgesamt wurde den Fraunhofer-Forschern zufolge ein Volumen von über 19 Mrd. t an Gütern in den 28 EU-Ländern plus Norwegen und Schweiz transportiert.

50 % des Logistikvolumens sind fremdvergeben

Nach wie vor werden rund 50 % des europäischen Logistikvolumens an Logistikdienstleister fremdvergeben. Die übrigen 50 % liegen in der Hand der verladenden Industrie und fallen im Rahmen von Werkverkehren oder in den Lagern der Industrie und des Handels an.

Für das laufende Jahr und 2018 rechnet das Fraunhofer SCS ebenfalls mit einem Wachstum von 2 %. Die Studie „Top 100 in European Transport and Logistics Services 2017/2018“ kann bei der DVV Media Group erworben werden.