Studie

Internationaler Fachkräftemangel auf allen Ebenen

Fachkräftemangel in der Logistik ist ein weltweites Problem, wie eine Studie im Auftrag der Weltbank zeigt. In den Entwicklungsländern sind gut ausgebildete Manager der größte Engpass, in den Industrienationen sind es Facharbeiter.

Fachkräftemangel in der Logistik ist keineswegs ein deutsches, sondern ein weltweites Problem. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Kühne Logistics University (KLU), Hamburg, im Auftrag der Weltbank. Dabei ist der Mangel keineswegs auf die Ebene des Managements oder der Spezialisten begrenzt, sondern bezieht sich durchaus auch auf die Facharbeiterebene. Facharbeitermangel ist besonders in den Industrienationen spürbar, wo Logistikberufe unter dem schlechten Renommee und der im Vergleich mit anderen Branchen schlechten Bezahlung zu kämpfen haben.

In Schwellenländern fehlen Manager

In Entwicklungs- und Schwellenländern ist hingegen das Fehlen von gut ausgebildeten Logistikmanagern das Hauptproblem. Nach Meinung der KLU-Experten liegen die Ursachen des Fachkräftemangels im starken Wachstum der Logistik und den immer komplexer werdenden Lieferketten. In den Industrienationen kommt der demographische Faktor hinzu. Beispielsweise gehen in Deutschland in den nächsten 10 bis 15 Jahren 40 Prozent der Lkw-Fahrer in Rente.

Vorhandene Mitarbeiter nicht ausreichend qualifiziert

Neben Bemühungen um ein besseres Logistikimage und eine bessere Bezahlung schlagen die Autoren der Studie auch eine Aus- und Weiterbildungsoffensive vor. Logistikunternehmen hätten einerseits Probleme, geeignetes Personal zu finden. Andererseits seien vorhandene Mitarbeiter häufig nicht ausreichend qualifiziert, lautet das Fazit aus einer Befragung von 300 Experten aus Unternehmen, Regierungen, Bildungseinrichtungen und Verbänden.