Pressemitteilung

Studie: Schnelligkeit und Risikosenkung dominieren 2017 die Agenda in internationalen Supply Chains

  • Kürzere Liefer- und Durchlaufzeiten sowie Risikominimierung sind Topthemen in den Lieferketten
  • Unternehmen sehen große Defizite in Sachen Talent Management

Stuttgart, 21. November 2016 – Schnelligkeit bleibt das Topthema in Logistik, Global Trade und Supply Chain Management: Für drei von vier Logistik- und Außenhandelsexperten stehen in 2017 kürzere Liefer- und Durchlaufzeiten ganz oben auf der Agenda. Das ergab die Studie „Global Trade Management Agenda 2017“ des Softwareunternehmens AEB und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart. Befragt wurden 330 Logistik- und Außenhandelsexperten. Die Studie steht unter www.aeb.com/gtm-studie kostenlos zum Download bereit.

Studie: Schnelligkeit und Risikosenkung dominieren 2017 die Agenda in internationalen Supply Chains
Studie: Schnelligkeit und Risikosenkung dominieren 2017 die Agenda in internationalen Supply Chains

Bereits in der letztjährigen Untersuchung hatten die Teilnehmer kürzere Liefer- und Durchlaufzeiten als wichtigstes Thema eingestuft. „Die Kundennachfrage nach schnellen Lieferungen steigt weiter und stellt hohe Anforderungen an die Unternehmen sowohl aus Industrie und Handel als auch aus Transport und Logistik“, sagt Prof. Dr. Dirk Hartel, Studiengangsleiter für BWL-Dienstleistungsmanagement/Logistikmanagement an der DHBW Stuttgart und einer der Autoren der Studie. „Neben innovativen Ideen und neuen Technologien wie Paketlieferungen via Drohne sind vor allem optimierte und reibungslose Prozesse in den Unternehmen gefragt.“ Hier scheinen die meisten Befragten allerdings bereits gut aufgestellt zu sein: Nur 41,2 Prozent der Unternehmen diagnostizieren bei sich einen Verbesserungsbedarf, um Durchlauf- oder Lieferzeiten zu reduzieren.

Topthema Nummer zwei: Risikominimierung in der Lieferkette
Die Reduzierung des Risikos in der Lieferkette zählt wie im vergangenen Jahr ebenfalls zu den Topaufgaben. Dem Thema messen rund zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) eine hohe Bedeutung bei, sodass es auf Rang zwei bei den wichtigsten Aufgaben steht. Auch hierfür sieht die Mehrheit der Logistik- und Außenhandelsexperten ihr Unternehmen gut gewappnet – lediglich 42 Prozent geben an, Verbesserungsbedarf oder große Defizite bei diesem Thema zu haben.

Die Umsetzung von zollrechtlichen Änderungen ist für 61,6 Prozent der Befragten eine wichtige oder sehr wichtige Aufgabe im Jahr 2017. Hierbei ist vor allem interessant, dass die Brexit-Entscheidung noch nicht zu einer veränderten Einschätzung bzw. einem Bedeutungszuwachs gegenüber der Vorjahresuntersuchung geführt hat. Das Referendum der Briten fand während der Umfrage zur Studie statt und ein Großteil der Studienteilnehmer hatte den Fragebogen nach der Entscheidung beantwortet. Allerdings: „Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, wie die außenwirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien geregelt werden und welche Auswirkungen der Brexit haben wird“, erklärt Dr. Ulrich Lison, Portfoliomanager und Mitglied der Geschäftsleitung bei AEB, der gemeinsam mit Prof. Dr. Hartel die Studie durchgeführt hat.

Mitarbeitergewinnung rückt in der Außenwirtschaft in Hintergrund
Den größten Verbesserungsbedarf im Global Trade Management sehen die Befragten im Talent Management – also in der Gewinnung von Mitarbeitern bzw. in deren Aus- und Weiterbildung. Die Selbsteinschätzung fällt hier recht kritisch aus, jeder Zweite sieht Defizite im eigenen Unternehmen. Allerdings: Im vergangenen Jahr rangierte das Thema in Sachen Wichtigkeit noch auf dem vierten Platz, in der diesjährigen Untersuchung findet es sich auf Platz acht wieder. Nur gut 47 Prozent der Teilnehmer halten Talent Management im Jahr 2017 für wichtig oder sehr wichtig. „Vor allem für kleinere sowie für sehr große Unternehmen ist das Problem des Fachkräftemangels laut Untersuchung deutlich weniger brisant“, sagt. Dr. Lison. „Erstere benötigen oftmals nur wenige neue Mitarbeiter, letztere haben in der Regel einen Image-Vorteil als attraktive Arbeitgeber, sodass sie deshalb möglicherweise weniger von einem Fachkräftemangel betroffen sind“.

Über die Studie
Die Studie „Global Trade Management Agenda 2017 – Apps in der Logistik und Außenwirtschaft sowie Top-Aufgaben im globalem SCM“ basiert auf einer branchenübergreifenden Umfrage unter 330 Experten aus dem Umfeld Logistik, Außenwirtschaft und Supply Chain Management. Die Teilnehmer arbeiten in Unternehmen unterschiedlicher Größe aus verschiedenen Ländern, davon fast 49 Prozent aus Deutschland. Etwa 67 Prozent der Befragten haben eine Leitungsfunktion inne (Unternehmens-, Abteilungs- oder Team- bzw. Projektleitung). Das Softwareunternehmen AEB und die DHBW Stuttgart führen die Umfrage seit 2013 jährlich durch. Alle erschienenen Studien sind unter www.aeb.com/gtm-studie erhältlich.

Pressekontakt:

  • AEB GmbH:
    Jens Verstaen
    Corporate Communications
    Tel. +49 (0)89 - 14 90 267 – 16
    E-Mail: jnsvrstnbd
    URL: www.aeb.de
  • fischerAppelt, relations GmbH:
    Teresa Grüne / Jessica Raguž
    PR-Beratung
    Tel. +49 (0)40 899 699 - 758 / 576 E-Mail: tgfschrppltd / jbfschrppltd

Über DHBW Stuttgart

(www.dhbw-stuttgart.de)
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart gehört mit rund 8.400 Bachelor-Studierenden zu den größten Hochschuleinrichtungen in den Regionen Stuttgart und Oberer Neckar. In Kooperation mit rund 2.000 ausgewählten Unternehmen und sozialen Einrichtungen bietet sie mehr als 40 national und international anerkannte, berufsintegrierte Bachelor-Studienrichtungen in den Fakultäten Wirtschaft, Technik und Sozialwesen an. Gemäß dem dualen Konzept der Hochschule findet an der DHBW
Stuttgart Forschung in einem anwendungsorientierten Rahmen statt. Die drei Fakultäten unterhalten daher Lehr- und Forschungszentren und bearbeiten verschiedene Forschungsschwerpunkte.


Über AEB

(www.aeb.de)
Seit mehr als 35 Jahren ist das Stuttgarter Softwareunternehmen AEB erfolgreich am Markt. Mit ihrer Logistik- und Außenwirtschaftssuite ermöglicht AEB Unternehmen aus Industrie und Handel sowie Logistikdienstleistern eine durchgängige „end-to-end“ IT-Unterstützung ihrer Supply-Chain-Prozesse. ASSIST4 unterstützt den Wareneingang, das Kommissionieren und Verpacken, die Transport- und Zollabwicklung sowie das Frachtkostenmanagement.

Zudem versetzt ASSIST4 Firmen in die Lage, aktives Supply Chain Event Management zu betreiben und Transporte bis zum Endkunden zu überwachen und zu steuern. AEB ist ein internationales Unternehmen mit über 5.000 Kunden in Europa, Asien und Amerika. AEB hat ihren Stammsitz in Stuttgart, Geschäftsstellen in Soest, Hamburg, Düsseldorf und München sowie Entwicklungszentren in Lübeck und Mainz. International vertreten ist AEB in Großbritannien, Singapur, in der Schweiz, in Österreich, Schweden, in den Niederlanden, in Tschechien, Frankreich und in den USA.

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