Pressemitteilung

Studie: Vier von fünf Logistik-Experten sehen entscheidende Wettbewerbsvorteile durch Kollaboration in der Supply Chain

  • Hauptvorteile: geringere Transportkosten und höheres Tempo
  • Enge Zusammenarbeit vor allem mit IT-Plattformen und durch Einigung auf
    Branchenstandards
  • Vorteilen stehen Bedenken etwa im Datenschutz gegenüber

Stuttgart, 28. Oktober 2015 – Wer in der Supply Chain eng mit anderen Unternehmen zusammenarbeitet und mit ihnen gemeinsam Abläufe optimiert, verschafft sich entscheidende Wettbewerbsvorteile. Diese Ansicht teilen vier von fünf Außenhandels- und Logistikexperten (82,6 %), wie eine Studie von AEB und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Stuttgart mit 319 Befragten ergeben hat. Die Experten erwarten sich als Ergebnis einer Kollaboration in erster Linie optimierte Prozesse (87,3 %). Für wahrscheinlich hält die große Mehrheit außerdem einen Gewinn an Know-how und beschleunigte Abläufe entlang der Supply Chain (83,7 bzw. 81,3 %).

Entscheidende Wettbewerbsvorteile durch Kollaboration in der Supply Chain
Entscheidende Wettbewerbsvorteile durch Kollaboration in der Supply Chain

Welche zeitlichen und finanziellen Vorteile Kollaboration den Unternehmen tatsächlich bringt, zeigt die Studie ebenfalls: Am häufigsten können die Befragten durch Supply Chain Collaboration Transportkosten senken (31,7 %), außerdem verkürzen Unternehmen dadurch Durchlaufzeiten und reduzieren Verzögerungen bei Kundenbelieferungen (27,9 bzw. 24,5 %). „An den Ergebnissen werden zum Beispiel beim Faktor Geschwindigkeit noch deutliche Differenzen zwischen erwarteten und tatsächlich erzielten Vorteilen durch Kollaboration sichtbar“, sagt Professor Dirk Hartel, Studiengangsleiter für BWL-Dienstleistungsmanagement an der DHBW und Co-Autor der Studie. „Die Unternehmen erkennen also die Vorteile von Kollaboration in der Supply Chain. Viele schöpfen aber das Potenzial noch nicht voll aus.“

Transport wichtigstes Feld zur Kollaboration mit Kunden, Lieferanten oder Spediteuren
Für mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer ist Kollaboration mit Kunden und Lieferanten in ihren Unternehmen mittlerweile Realität (57 bzw. 55,4 %). Zudem findet eine derartige Zusammenarbeit auch häufig mit Spediteuren und Logistikdienstleistern statt.

Der Transport ist der wichtigste Bereich für Kollaboration. 45 % der Befragten arbeiten hier schon eng mit Partnern zusammen, 26 % planen dies. Auch bei Beständen, Forecasting sowie Order- und Kapazitätsmanagement kollaborieren 30 bis 40% der Befragten mit anderen Firmen.

Unternehmen nutzen zur Kollaboration am häufigsten IT-Plattformen (58,5 %) oder einigen sich auf Branchenstandards (56,9 %). Wer bereits auf diese oder eine andere Weise mit Partnern eng zusammenarbeit, beurteilt Supply Chain Collaboration sogar noch häufiger als Wettbewerbsvorteil (87,2 %) als der Durchschnitt.

„Die Praxiserfahrungen mit Supply Chain Collaboration sind offenbar weitgehend positiv“, sagt Dr. Ulrich Lison, Mitglied der Geschäftsleitung von AEB und ebenfalls Co-Autor der Studie. „Gleichzeitig sehen die Unternehmen aber auch Risiken darin, sich anderen im Zuge einer derartigen zu öffnen.“ Am häufigsten befürchten die Befragten den Kontrollverlust über Daten und unklare Zuständigkeiten (71,1 % bzw. 70,6 %). Jeder Vierte hält solche Probleme sogar für sehr wahrscheinlich. Ein weiterer häufig genannter Einwand gegenüber Kollaboration sind Bedenken wegen möglicher kultureller Differenzen, die zwischen den Beteiligten zu Problemen führen können (58,9 %). Gut die Hälfte der Befragten fürchtet zudem, dass die enge Zusammenarbeit nicht für beide Seiten gleichermaßen Gewinn abwirft (53,9 %).

Über die Kollaborations-Studie
Die Studie „Global Trade Management Agenda 2016 – Kollaboration in der Supply Chain“ basiert auf einer branchenübergreifenden Umfrage unter 319 Experten aus dem Umfeld Logistik, Außenwirtschaft und Supply Chain Management. Die Teilnehmer arbeiten in Unternehmen unterschiedlicher Größe aus verschiedenen Ländern, davon fast zwei Drittel aus Deutschland. Drei Viertel der Befragten (77,5 %) sind Entscheider (Unternehmens-, Abteilungs- oder Team- bzw. Projektleitung).

Zeichen: 3.140 (einschließlich Leerzeichen) – um ein Belegexemplar wird gebeten

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Über AEB

(www.aeb.de)
Seit mehr als 35 Jahren ist das Stuttgarter Softwareunternehmen AEB GmbH erfolgreich am Markt. Miti hrer Logistik- und Außenwirtschaftssuite ermöglicht AEB Unternehmen aus Industrie und Handel sowie Logistikdienstleistern eine durchgängige „end-to-end“ IT-Unterstützung ihrer Supply-Chain-Prozesse. ASSIST4 unterstützt den Wareneingang, das Kommissionieren und Verpacken, die Transport- und Zollabwicklung sowie das Frachtkostenmanagement. Zudem versetzt ASSIST4 Firmen in die Lage, aktives Supply Chain Event Management zu betreiben und Transporte bis zum Endkunden zu überwachen und zu steuern. AEB ist ein internationales Unternehmen mit über 5.000 Kunden in Europa, Asien und Amerika. AEB hat ihren Stammsitz in Stuttgart,  Geschäftsstellen in Soest, Hamburg, Düsseldorf und München sowie Entwicklungszentren in Lübeck und Mainz. International vertreten ist AEB in Großbritannien, Singapur, in der Schweiz, in Österreich, Schweden, in den Niederlanden, in Tschechien, Frankreich und in den USA.


Über DHBW Stuttgart

(www.dhbw-stuttgart.de)
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist die erste und einzige staatliche praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Mit ca. 34.000 Studierenden ist sie mittlerweile die größte Hochschule des Landes. Sie wurde am 1. März 2009 gegründet und führt das seit über 40 Jahren erfolgreiche duale Modell der früheren Berufsakademie Baden-Württemberg fort. Bundesweit einzigartig ist die am US-amerikanischen State University-System orientierte Organisationsstruktur der DHBW mit zentraler und dezentraler Ebene. An ihren neun Standorten und drei Campus bietet die DHBW in Kooperation mit über 9.000 ausgewählten Unternehmen und sozialen Einrichtungen eine Vielzahl von national und international akkreditierten Bachelorstudiengängen. Der Standort in Stuttgart ist der größte und verzeichnet rund 8.400 Studierende in Bachelorstudiengängen. In Kooperation mit ausgewählten Unternehmen und sozialen Einrichtungen - den Dualen Partnern - bieten die Fakultäten Wirtschaft, Technik und Sozialwesen mehr als 40 national und international anerkannte Bachelor-Studienrichtungen an. Zentrales Merkmal ist der regelmäßige Wechsel zwischen den Theoriephasen an der Hochschule und den berufspraktischen Phasen beim ausbildenden Dualen Partner. Mit dualen Masterprogrammen in allen Fakultäten ermöglicht die DHBW Stuttgart seit Herbst 2011 eine berufsintegrierte Weiterentwicklung auch über den Bachelorabschluss hinaus.

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