Risikomanagement

Mit wenigen Klicks: 100 neue Kollegen für Trade Compliance und Exportkontrolle

AEB bringt mit Risk Assessment eine neue Software auf den Markt. Sie ermöglicht es, wichtige Checks für Trade Compliance und Exportkontrolle über das gesamte Unternehmen auszurollen und sauber zu dokumentieren. Das macht Compliance- und Exportkontrollverantwortlichen ihre Arbeit deutlich leichter.

Björn Helmke 12.06.2019

Wenn es kritisch wird, dann sind die Verantwortlichen für Exportkontrolle und Trade Compliance die einsamsten Menschen im gesamten Unternehmen. Sie laufen Informationen hinterher, die sie benötigen, um beispielsweise neue Kunden oder Lieferanten ausreichend zu überprüfen. Oder sie erfahren erst dann von einer kritischen Endverwendung einer Lieferung, wenn die Ware bereits vom Hof ist, weil relevante Informationen im Verkauf oder der Auftragsabwicklung liegengeblieben sind.

Wesentliche Checks für das Risikomanagement werden fest im Unternehmen verankert

AEB hat jetzt eine Software auf den Markt gebracht, die dieses Problem löst und dafür sorgt, dass alle relevanten Informationen auf die für das Risikomanagement Verantwortlichen zufließen. Risk Assessment hilft dabei, die wesentlichen Checks für Trade Compliance oder Exportkontrolle im gesamten Unternehmen zu verankern. Informationsflüsse werden standardisiert. Mit Hilfe von Red Flags stellen die Verantwortlichen sicher, dass kein Geschäft zustande kommt, bevor nicht alle für das Risikomanagement notwendigen Prüfungen durchgeführt worden sind. Folge: Jeder Kollege nimmt seine Verantwortung für die notwendigen Checks nachweisbar wahr. Es ist ein bisschen so, als ob die Compliance- oder die Exportkontrollabteilung 100 neue Mitarbeiter auf einmal bekommt. Nur billiger.

Basis sind Risikochecklisten und Fragebögen

Risk Assessment funktioniert auf  Basis von Risikofragebögen und- checklisten, die in den normalen Prozessablauf integriert sind. Das obligatorische Compliance Screening wird beispielsweise schon durchgeführt, wenn die Kunden- oder Lieferantendaten erfasst werden. Vor allem qualitative Informationen, die für Trade Compliance, Exportkontrolle oder andere Aspekte des Risikomanagements essentiell sind und häufig nur in lokalen Niederlassungen vorliegen, werden automatisiert abgefragt. So lässt sich beispielsweise eine kritische Endverwendung bei der Auftragserfassung herausfiltern. 

Für die Kollegen im Vertrieb, der Auftragsabwicklung oder dem Einkauf ist das dank komfortabler, webbasierter Fragebögen keine große Mehrarbeit und benötigt kein Expertenwissen. Sie setzen ein paar Haken in einem Webformular. Dank moderner Oberflächen und bequemer Eingabeprozeduren macht die vormals ungeliebte Arbeit für das Risikomanagement den Kollegen sogar Spaß. Die Exportkontroll- oder Compliance Experten bestimmen bereits beim Prozess Design, welche Aufträge so lange gestoppt werden, bis eine Risiko-Checkliste ausgefüllt vorliegt.

Die Masse der unkritischen Vorgänge wird durch die Software dokumentiert und steht für in- und externe Prüfungen bereit. Die Verantwortlichen können sich darauf konzentrieren, die „Red Flags“ bei kritischen Konstellationen zu bearbeiten. Das macht die Arbeit entspannter und fokussierter.

In ersten Kundenprojekten bewährt

In ersten Kundenprojekten hatten sich Risk Assessment bewährt. „Risk Assessment ist für mich eine tolle Lösung, um die Partner- und Endverwendungsprüfung in der Exportkontrolle effizient, transparent und sicher zu managen“, sagt Andrea Dites, Head of Export Control Governance, bei OSRAM.

Björn Helmke
Über den Autor
Björn Helmke
Björn Helmke arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Fachredakteur in den Themenbereichen Transport und Logistik. Seit zwei Jahren schreibt der Betriebswirt (WA) mit wachsender Begeisterung über praxisbezogene Themen in der Außenwirtschaft. Sein Anspruch: Auch bei Fachthemen Lesespaß und Nutzen unter einen Hut bekommen.

Ähnliche Artikel

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen