Miebach-Studie

Outsourcing außer Mode?

Obwohl die meisten Verlader gute Erfahrungen machen, wenn sie Teile ihrer Logistik auslagern, holen laut einer aktuellen Studie viele Unternehmen outgesourcte Prozesse wieder zurück.

„Verlader holen ausgelagerte Services ins eigene Haus zurück“ titelte die Deutsche Verkehrszeitung (DVZ) Mitte August und berichtete über eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Miebach zum Thema Logistik-Outsourcing. Demnach liegt die Quote der Unternehmen, die Logistikdienstleistungen wieder ingesourct haben, bei 40 % - ähnlich hoch wie in der Vorgängeranalyse aus dem Jahr 2014.

Vorbehalte gegen Logistik-Outsourcing

Wesentliche Gründe für das Zurückholen der Logistikdienstleistungen ins eigene Unternehmen seien überwiegend Kosteneinsparungen und Qualitätsargumente. Zudem zitiert die Zeitung die Untersuchung auch hinsichtlich der Vorbehalte gegenüber Outsourcing. Demnach fürchten rund 60 Prozent der Studienteilnehmer aus Deutschland Kompetenzverlust, Kontrollverlust und Abhängigkeit vom Dienstleister.

Externe Logistikdienstleistungen eigentlich erfolgreich

Die Zahl der Insourcer überrascht dennoch, sind doch laut dem DVZ-Bericht 78 % der Auftraggeber mit dem Ergebnis der Auslagerung zufrieden, 27 % davon sogar „voll und ganz“. Auch der wirtschaftliche Erfolg durch ein Outsourcing-Projekt war bei 80 % der befragten deutschen Verlader messbar. Die Befragten konnten bei Ihrer Logistik mittels Outsourcing Investitionen vermeiden, und immerhin 85 % realisierten eine Kostensenkung.

Transportmanagement: Tipps im White Paper

Die mit am häufigsten ausgelagerten Logistikprozesse finden sich im Transportmanagement. Laut Studien haben knapp 90 % der europäischen Unternehmen ihre nationalen und internationalen Transporte an externe Transportdienstleister ausgelagert. Damit sind die Frachtraten, die mit den Speditionen ausgehandelt werden, ein entscheidender Kostenfaktor in nahezu jeder Supply Chain. Und die von den Transportpartnern erbrachte Lieferqualität hat entscheidenden Einfluss auf den Servicegrad sowie auf die weiteren internen Prozesskosten der Unternehmen. 
Für die verladenden Unternehmen bedeutet dies: Ein erfolgreicher Frachteinkauf ist der Schlüssel sowohl zu signifikanten Kosteneinsparungen als auch zu höheren Servicegraden im Transportmanagement. Doch nur wer gut vorbereitet in die Verhandlungen mit den Dienstleistern geht, kann nachhaltig erfolgreich sein.

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