Corona-Krise

Hilfreiche Infos für Logistik, Zoll & Operations

Die Corona-Krise hat nicht nur das gesellschaftliche, sondern auch das wirtschaftliche Leben fest im Griff. Ein Überblick über wichtige Regelungen, Maßnahmen und weiterführende Links zu den Themen Zoll, Logistik und Geschäftsbetrieb (zuletzt aktualisiert am 23. März).

Innerhalb weniger Wochen hat sich das Coronavirus weltweit verbreitet. An vielen Stellen erhalten deutsche Unternehmen Informationen, die für ihren Geschäftsalltag wichtig sind. Eine essenzielle Quelle ist die Website des Robert-Koch-Instituts. Dort finden Sie gesammelt die aktuellen Informationen etwa zur Risikoeinschätzung, zu Hygienemaßnahmen, Antworten auf häufig gestellte allgemeine Fragen sowie den Verweis auf zuständige Landesgesundheitsbehörden. 

Auch viele weitere Behörden reagieren flexibel auf die Entwicklungen und finden Lösungen für Unternehmen und Antworten auf drängende Fragen. Ein kurzer Überblick:


Corona-Schutzschild der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat am 23. März das größte Hilfspaket in der Geschichte der Bundesrepublik auf den Weg gebracht. Sie will damit ein "Corona-Schutzschild" für Beschäftigte, Selbständige und Unternehmen errichten, um Arbeitsplätze zu sichern und Unternehmen zu stützen. Das Paket bündelt unterschiedliche Maßnahmen wie  Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler, Kurzarbeitergeld sowie Liquiditätshilfen wie  Steuerstundungen und Bürgschaften.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hatten zuvor bereits am 13. März 2020 ein Maßnahmenpaket entschieden, um den Auswirkungen der Corona-Krise entgegenzuwirken und Unternehmen zu unterstützten. Wichtigstes Ziel: Unternehmen liquide zu halten. 


Generalzolldirektion bietet Hilfen

Auch die Generalzolldirektion zieht mit. Diese will den Steuerpflichtigen bei den Energiesteuern oder der Luftverkehrsteuer entgegenkommen. Erste Informationen sind bereits unter denFachmeldungen auf der Website des Zolls verfügbar, die sich mit den Auswirkungen der Coronakrise befasst. Darunter fallen auch Hilfen zur steuerlichen Erleichterung für Wirtschaftsbeteiligte, wie niedrigere Vorauszahlungen, Stundungen oder die Beantragung eines Vollstreckungsaufschubs.

Außerdem wird ein FAQ angeboten, das unter anderem Fragen beantwortet zu Warenimporten aus China, Personenverkehr oder Importen von Schutzausrüstungen.


Lieferwege flexibel planen

Das Bundesinnenministerium hat zahlreiche Einreiseverbote beschlossen. Die Grenzschließungen gegenüber den Nachbarländern Frankreich, Österreich, Dänemark, Luxemburg und der Schweiz führen zu Stau an der Grenze. Das Gleiche gilt für umfangreiche Grenzkontrollen anderer EU-Mitgliedstaaten. 

Um die die Auswirkung auf den grenzüberschreitenden Warenverkehr zu reduzieren, hat die EU-Kommission einen Leitfaden zur Kontrolle an den Binnengrenzen erstellt. Für eine reibungslose Logistik ist es erforderlich, dass Waren und Pendler die Grenzen möglichst ungehindert passieren können. 

Fahrverbote werden gelockert

Auch das Bundesverkehrsministerium unterstützt die reibungslose Lieferkette und schlägt in einem Schreiben an die Landesministerien ein gelockertes Sonn- und Feiertagsverbot vor. So sollen Lieferengpässe vermieden werden. Noch ist dieser Vorschlag nicht bundeseinheitlich durchgesetzt, da die Kontrolle der Straßen- und Verkehrsordnung in der Länderhoheit liegt. Bremen hat beispielsweise das Sonntagsfahrverbot für Lkw für den Transport von Lebensmitteln und Hygieneartikeln ausgesetzt. Informieren Sie sich hierzu bei den jeweiligen Landesbehörden über den Stand. 

Zu massiven Einschränkungen kommt es mittlerweile im Passagier-Flugverkehr. Dadurch entfallen die Bellykapazitäten (Fracht im Passagierflugzeug) und verteuern bzw. verzögern Lieferungen. Die IATA bietet auf ihrer Website eine weltweite und tagesaktuelle Übersicht zu den Einschränkungen der Länder an.

Checklisten vom DIHK und FAQ zum Arbeitsrecht

Um das eigene Unternehmen gut für die Pandemiezeit zu rüsten, bietet der DIHK Checklisten an. Von der Aufrechterhaltung eines Minimalbetriebs bis zu organisatorischen Maßnahmen werden Bereiche mit den wichtigsten Checkpoints abgedeckt. Prüfen Sie, ob an alles gedacht wurde. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bietet außerdem einFAQ zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen an.


Direkt Antworten erhalten: Hotlines nutzen

Auf der Website des Bundesfinanzministeriums finden Sie in dem Beitrag "Schutzschild für Unternehmen" eine Übersicht von Hotlines, z. B. zur Beantragung von Kurzarbeitergeld, Fragen zu Verdachtsfällen im Unternehmen oder zur Beantragung von Fördermaßnahmen.


Übersicht zum Auswirkungen im internationalen Geschäft 

Einen guten Überblick über wichtige Auswirkungen und Regelungen im internationalen Geschäft bietet unter anderem die IHK Stuttgart. Dort finden sich Informationen zu Zollabwicklung, Exportgarantien, Dienstreisen und weiteren Themen. 

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