Außenhandel

Jefta: Europa und Japan unterzeichnen Handelsabkommen

Schrittweiser Abbau von Zöllen und Anerkennung der gegenseitigen Regulierungen und Standards im internationalen Handel: Das steckt im neuen Freihandelsabkommen, das EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk und der japanische Regierungschef Shinzo Abe am 17. Juli unterzeichnet haben.

Gemeinsam verantworten die EU und Japan fast ein Drittel der Weltwirtschaftsleistung – das Freihandelsabkommen Jefta sendet damit ein wichtiges Signal nach Washington, gegen Protektionismus und für mehr Handelsvolumen und Wachstum.

Jefta: Inkrafttreten März 2019 geplant

Die großen Streitpunkte aus dem kanadischen Freihandelsabkommen zu Investorenklagerechten und Schiedsgerichtsbarkeit sind aus der Übereinkunft ausgeklammert, was es zu einem „EU-only“-Entscheid macht. Alle zustimmungspflichtigen Inhalte liegen damit in Händen der EU. Mit einer Ratifizierung durch den Europäischen Rat und das Parlament ist daher zu rechnen, um ein Inkrafttreten im März 2019 zu erreichen.

Damit würde Japan Zölle auf 94 % aller Importe aus der EU abschaffen, für Käse, Wein oder Schweinefleisch entfallen diese gänzlich. Die EU schafft im Gegenzug Zölle für 99 % aller Importe aus Japan ab. Für japanische Pkw gelten zurzeit Zölle von 10 bis 22 % – diese reduzieren sich schrittweise und würden im achten Jahr vollständig entfallen.

Ebenfalls interessant für Unternehmen ist die gegenseitige Anerkennung von Standards und Regularien im Handel. Damit entfallen zeit- und kostenintensive Zertifizierungen für den Markt des jeweiligen Handelspartners.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström: „Der wirtschaftliche Nutzen dieses Abkommens ist klar. Durch die Abschaffung der Zölle in Milliardenhöhe, die Vereinfachung der Zollverfahren und die Beseitigung der Handelshemmnisse an den Grenzen werden Unternehmen auf beiden Seiten Möglichkeiten eröffnet, ihre Exporte anzukurbeln und ihre Geschäftstätigkeit auszuweiten.“

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