Zoll

Brüssel plant längere Überbrückungszeit

Verlängerung der Überbrückungszeit von der EU geplant. Grund ist fehlende elektrische Ausstattung, welche für die Umsetzung des UZK nötig ist.

Zollbehörden und Wirtschaftsbeteiligte sollen bereits bestehende Systeme für die Erledigung bestimmter Zollförmlichkeiten bis spätestens 2025 verwenden dürfen. Diesen Vorschlag machte die EU-Kommission am 2. März. Der Hintergrund: Einige der neuen oder modernisierten elektronischen Systeme, die für die Anwendung der Bestimmungen des UZK erforderlich sind, werden möglicherweise erst im Jahr 2025 vollständig fertiggestellt. Bisher läuft die Übergangsfrist im Jahr 2020 ab.

Nach Aussage der Kommission ist die Weiterverwendung bereits bestehender elektronische Systeme oder papiergestützter Verfahren nur dann möglich, wenn die Übergangszeit entsprechend angepasst wird. Formell wird dies durch eine Änderung des Artikels 278 UZK geschehen. Für IT-Experten im Zollumfeld kommt der Kommissionsvorschlag nicht überraschend. Wichtige Teilprojekte der Umstellung elektronischer Systeme waren teilweise signifikant verschoben worden.