KEP-Dienste und SAP®: Einzel-Integration vs. Multi-Carrier-Lösung
unter Strohm

KEP-Dienste und SAP®: Einzel-Integration vs. Multi-Carrier-Lösung

Integration und Anbindung von KEP-Diensten in SAP: AEB zeigt Alternativen, mit denen Sie Ihren Versand in SAP abwickeln – von Labeldruck bis Sendungsverfolgung.

In "unter Strohm" bloggt AEB-Experte Markus Strohm regelmäßig über Logistik und Global Trade im Zusammenspiel mit SAP® ERP und SAP S/4HANA®.

KEP Einzel-Anbindung an SAP®: Wie lassen sich DHL und Co. integrieren?

Unter SAP® ERP stellt die Komponente SAP LE-SHP eine Lieferschnittstelle bereit, die Basis IDoc-Nachrichten definiert – unter anderem für die Benachrichtigung des Spediteurs (DESADV) und die Versandbestätigung vom Dienstleister (SHPCON). Auf Seiten der KEP gibt es aber keinen Standard in Bezug auf die Kommunikation. Kurier-, Express- und Paketdienste wie DHL, DPD, UPS und GLS sowie Speditionen nutzen nicht nur unterschiedliche Systeme. Sie haben auch ganz eigene Vorstellungen zu den konkreten Inhalten und deren Darstellung. 

Die KEP Einzelintegration lohnt sich daher vor allem für Unternehmen, die ihren Versand dauerhaft über einen einzigen Carrier abwickeln wollen. Denn im Gegensatz zu einer Multi-Carrier-Lösung kosten Eins-zu-Eins-Integrationen von KEP-Diensten viele Nerven – aus drei Gründen.

  1. Komplizierte Vorgaben der KEP
    Die IT-Abteilungen müssen sich mit den Verantwortlichen bei Speditionen und KEP-Diensten wie DHL, DPD oder GLS über die komplizierten Vorgaben abstimmen – vor allem über das Label, das EDI- und Ladelisten-Format (Cargo Manifest). Gleiches gilt für die Schnittstellen zu SAP, die für jeden Transportdienstleister separat eingerichtet werden müssen.

  2. Regelmäßig neuer Aufwand
    KEP-Dienste und Speditionen ändern ihre ohnehin oftmals komplexen Vorgaben ziemlich häufig. Und jedes Mal muss auch die Schnittstelle für die Eins-zu-Eins-Integration angepasst werden.

  3. Ein Carrier, unterschiedliche Systeme
    Große Transportdienstleister nutzen innerhalb Europas nicht unbedingt nur ein IT-System. Und schon gar nicht weltweit. Es gibt Anbieter, die vier oder mehr unterschiedliche Systeme im Einsatz haben. Für die IT-Verantwortlichen heißt das: Sie müssen sämtliche Systeme einzeln an SAP anbinden.

Welche Alternative gibt es für die Integration von KEP-Diensten wie DHL in SAP®?

Wenn Sie sich mehrere Eins-zu-Eins-Integrationen von KEP-Diensten wie DHL, DPD, UPS, GLS und Co. ersparen wollen, sollten Sie über eine Multi-Carrier-Software nachdenken. Diese stellt eine Eins-zu-n-Verbindung im Standard zur Verfügung. Sie übermitteln Ihre Nachrichten zu sämtlichen Sendungen über eine einzige Schnittstelle an die Multi-Carrier-Software. Diese verteilt die Daten dann an den jeweils adressierten KEP in der Form, die er festlegt. Sendet der Transportdienstleister Nachrichten, gelangen diese direkt in Ihr SAP-System.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Multi-Carrier-Software nahtlos in Ihr SAP-System eingebettet ist. Alle Funktionen für den Versand – von Labeldruck bis Sendungsverfolgung – stehen den Anwendern dann in der gewohnten SAP-Umgebung zur Verfügung. Das Carrier Connect Plug-in für SAP ermöglicht genau das. Es integriert sich in Ihr SAP® ERP, SAP® EWM oder SAP S/4HANA® integrieren, ohne dass dabei eine Modifikation erfolgt. Die Update-Fähigkeit wird also nicht beeinträchtigt. 

Aktueller Termin: Alle Vorteile können Sie beim Live-Webinar am Mi, 12.5.2021 um 13 Uhr erleben – gezeigt in SAP S/4HANA®.

KEP-Dienste und SAP: Eins-zu-Eins-Integration und Multi-Carrier-Lösung im Vergleich

KEP-Dienste und SAP: Eins-zu-Eins-Integration und Multi-Carrier-Lösung im Vergleich

Einmal auf diese Weise implementiert, sorgt Carrier Connect dafür, dass die im SAP-System erfassten Daten für den Versand an DHL, DPD, UPS, GLS und Co. bzw. die Spedition übermittelt werden – und zwar immer im jeweils vorgegebenen Format. Außerdem können Sie den Labeldruck integrieren und direkt vom Packplatz aus anstoßen. Die Sendungsverfolgung stellt die Meilensteine im Warenfluss transparent dar.

Gründe für die Multi-Carrier-Integration in SAP®

  1. 180 KEP-Dienste und Speditionen auf einen Rutsch
    Mit Carrier Connect binden Sie über eine einzige Schnittstelle mehr als 180 KEP-Dienste und Speditionen an SAP an. In unserer Übersicht zeigen wir, welche Carrier Ihnen damit für den Versand zur Verfügung stehen.

  2. Deutlich weniger Aufwand fürs Application Management
    Die aufwändige API- oder Schnittstellenpflege zu den Transportpartnern entfällt. Ändern sich die Anforderungen eines Transportpartners, beispielsweise bei Labelformat oder EDI-Nachricht, setzen wir diese automatisch in Carrier Connect um.

  3. Flexibilität bei der Wahl der KEP-Dienste und Speditionen
    Sie können Ihre Transportdienstleister einfach wechseln – mit minimalem Aufwand für die IT. Auch den Funktionsumfang können Sie flexibel erweitern, um zum Beispiel nach Kriterien wie Preis oder Laufzeit immer automatisch den optimalen Carrier zu nutzen.

Welche Funktionen bietet das Multi-Carrier Plug-in für SAP®?

Als Multi-Carrier-Lösung für SAP integriert Carrier Connect alle wichtigen Versand-Funktionen für KEP-Dienste wie DHL, DPD, UPS, GLS sowie Speditionen in Ihr SAP-System.

Was kostet eine Multi-Carrier-Lösung für SAP®?

Vermutlich ahnen Sie bereits, dass es auf diese Frage keine pauschale Antwort gibt. Bei unserer Lösung Carrier Connect richten sich die Kosten nach Ihrem Versandvolumen, das Sie über SAP abwickeln wollen. 

Ein Kosten-Beispiel 

  • Versandvolumen pro Jahr: 5.000 Sendungen
  • Monatliche Kosten: 352 Euro (zzgl. einmaliger Bereitstellungspauschale)

Für höhere Volumen gibt es ebenfalls passende Pakete. Gerne machen wir Ihnen ein Angebot.

Angebot anfordern

Demo-Video: KEP Integration in SAP® in 125 Sekunden

Was ändert sich mit SAP S/4HANA® an der KEP-Anbindung von DHL und Co.?

Eine Lieferschnittstelle mit vordefinierten Nachrichtentypen ist in SAP S/4HANA® weiterhin verfügbar. Für den Versand direkt aus SAP heraus bedeutet das auch in Zukunft: Es sind entweder Eins-zu-Eins-Schnittstellen nötig oder eine Multi-Carrier-Lösung.

Fazit: optimale KEP-Anbindung für den Versand in SAP®

Eine Eins-zu-Eins-Integration kann sinnvoll sein, wenn Sie mit großer Sicherheit nur mit einem oder sehr wenigen Carriern wie DHL, DPD, UPS oder GLS zusammenarbeiten wollen – und das längerfristig. Der Aufwand für die IT-Abteilung ist dann überschaubar. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine tiefe Integration vorzunehmen, was bei einer sehr intensiven Kollaboration sinnvoll ist.

Wickeln Sie Ihren Versand über unterschiedliche KEP-Dienste und Speditionen ab, ist die Anbindung über eine Multi-Carrier-Lösung wie Carrier Connect die bessere Wahl. Bei der Entscheidung für einen Dienstleister sollten Sie übrigens nicht nur auf die technologischen Aspekte und den Funktionsumfang achten: Vergleichen Sie auch die Anzahl verfügbarer KEP-Dienste bzw. Speditionen sowie das Performancelevel. Gerade bei hohen Volumina muss die Software entsprechenden Durchsatz im Versand etwa durch schnellen Labeldruck unterstützen.

KEP Einzel-Integration


Vorteile
  • Unabhängigkeit von Dritten
  • tiefe Integration möglich

Nachteile
  • hohe Komplexität, z.B. durch spezielle Vorgaben der KEP-Dienste
  • Expertenwissen erforderlich
  • hohe Testaufwände, hoher Wartungsaufwand
  • Abnahme durch jeden einzelnen Carrier erforderlich
  • keine Flexibilität bei Wahl des optimalen KEP-Dienstes

Multi-Carrier-Lösung per Plug-in


Vorteile
  • Bereits viele Speditionen und KEP-Dienste wie DHL und GLS angebunden
  • Anbindung neuer Transportpartner erfolgt durch den Softwareanbieter
  • Pflege der Label, EDI-Nachrichten und Routendaten durch den Softwareanbieter
  • Professioneller Betrieb sowie Weiterentwicklung der Software
  • Support verfügbar
  • In der Regel transaktionsbasierte Kosten

Nachteile
  • nicht alle KEP-Dienste und Speditionen sind anbindbar
  • lohnt sich nur bei stabilem Sendungsvolumen

Mit einem Experten sprechen

Whitepaper:

18 Seiten zur optimalen KEP-Integration

Sie möchten noch mehr über die Carrier-Integration erfahren? Im Whitepaper finden Sie  Hintergründe zu folgenden Themen:

  • IT-basierte Zusammenarbeit mit KEP-Diensten und Speditionen
  • Label, EDI, Ladeliste und Hardware
  • Integration von KEP-Diensten und Speditionen im internationalen Umfeld
  • Checkliste