FAQ

Wie funktioniert die Präferenzkalkulation bei kostenlosen Lieferungen?

Was tun, wenn Sie eine kostenlose Lieferung an Kunden senden müssen? Muss diese mit dem niedrigsten Verkaufspreis berücksichtigt und eine bestehende Lieferantenerklärung ungültig erklärt werden?

Der genaue Sachverhalt dieser Praxisfrage aus der AEB-Community zum Thema Präferenzkalkulation: 

Einem Kunden wurde für einen Artikel, der zum Zeitpunkt der Präferenzkalkulation präferenzberechtigt war, eine Langzeit-Lieferantenerklärung ausgestellt. Dieser Kunde hat den Artikel zwischenzeitlich als kostenlose Ersatzlieferung erneut erhalten.  

Präferenzkalkulation: Was tun, wenn die Lieferung kostenlos erfolgt?

In der AEB-Community wird bei diesem Fall zur Präferenzkalkulation argumentiert, dass auch bei kostenlosen Lieferungen die gelieferte Ware einen Wert größer Null habe. Bei einer Ersatzlieferung – mit zur ursprünglichen Lieferung identischer Ware – könne der ursprünglich vereinbarte Verkaufspreis (umgerechnet auf Ab-Werk-Preis) herangezogen werden. Das gilt insbesondere dann, wenn die Ersatzlieferung mit einer Neuberechnung (des ursprünglichen Preises) und einer Gutschrift für die ursprüngliche Lieferung abgewickelt wird.  

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Präferenzkalkulation: Was sagen die Ursprungsprotokolle? 

Über den Spezialfall kostenloser Ersatzlieferungen hinaus kann in Sachen Präferenzkalkulation bei kostenlosen Lieferungen im Allgemeinen auf die Definition des Ab-Werk-Preises in den Ursprungsprotokollen zurückgegriffen werden. Im Artikel 1 des regionalen Übereinkommens lautet diese beispielsweise:  

Der „Ab-Werk-Preis“ [bezeichnet] den Preis der Ware ab Werk, der dem Hersteller in der Vertragspartei gezahlt wird, in deren Unternehmen die letzte Be- oder Verarbeitung durchgeführt worden ist, sofern dieser Preis den Wert aller verwendeten Vormaterialien umfasst, abzüglich aller inländischen Abgaben, die erstattet werden oder erstattet werden können, wenn das hergestellte Erzeugnis ausgeführt wird.  

Für die Präferenzkalkulation gilt somit: Es können mindestens die Materialkosten angesetzt werden, in manchen Abkommen auch die Herstellungskosten.