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Jetzt registrieren: EU-Kommission überwacht Aluminiumeinfuhren

Die EU-Kommission schreibt bei Einfuhren bestimmter Aluminiumerzeugnisse ein Überwachungsdokument vor. Eine Registrierung beim BAFA ist erforderlich.

Die EU reagiert mit einer Überwachungsvorschrift auf das Überangebot von chinesischem Primäraluminium. Während der Anteil der Produktion aus China auf dem Weltmarkt im Jahr 2006 noch 11 % betrug, haben ihn die Produzenten aus dem Reich der Mitte mittlerweile auf 50 % ausgebaut. Die Folge: Senkung der Handelspreise und Schließungen von Schmelzhütten. Innerhalb der EU mussten seit 2008 bereits 10 von 26 Schmelzhütten ihren Betrieb einstellen, die übrigen sind in ihrer Existenz bedroht. Durch die Strafzölle der USA gegen China fürchtet die EU ein weiteres Zunehmen von billigen chinesischen Aluminiumprodukten. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist in Deutschland für die Überwachung der Metallimporte zuständig und informiert darüber in einer aktuellen Pressemitteilung.

Betroffene Warennummern

Von der Überwachungsvorschrift sind folgende Warennummern betroffen: 7601, 7604, 7605, 7606, 7607, 7608, 7609 und 7616.99. Sie sind im Anhang der Verordnung gelistet. Für diese Warennummern müssen zukünftig Einfuhren aus Drittländern über 2.500 kg beim BAFA vorab angemeldet werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind Ursprungserzeugnisse aus Norwegen, Liechtenstein und Island.

BAFA nennt Antragsformen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt rechtzeitig die Möglichkeit von Online-Anträgen für Aluminiumerzeugnisse zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist eine Registrierung im ELAN-System, die Importeure bereits jetzt vornehmen können. Bitte beachten Sie, dass die Freischaltung Ihres Accounts dort bis zu drei Arbeitstage in Anspruch nehmen kann. Alternativ nutzen Sie das Formular E3c als PDF-Datei. Dieses kann auch per Fax oder postalisch an das BAFA geschickt werden.

>> BAFA-Informationen: Metallerzeugnisse