Handelshemmnisse

Was Logistiker beim Export nach Algerien künftig beachten müssen

Beim Handel mit Algerien müssen Exporteure Freiverkäuflichkeitsbescheinigungen beibringen, Importverbote beachten und eine höhere Einfuhrsteuer einkalkulieren.

Seit dem 1. Januar 2018 gelten in Algerien neue Importvorschriften, die Einfuhren in den Maghreb-Staat erschwert. Unternehmen, die Handel mit Algerien treiben, müssen nach Informationen der IHK Krefeld folgendes beachten:

  • Freiverkäuflichkeitsbescheinigung beibringen: Diese stehen auf der Website des algerischen Handelsministeriums zur Verfügung, dürfen aber nicht von den deutschen IHK bearbeitet werden. Nutzen Sie daher eine Erklärung auf der Rechnung und lassen diese von Ihrer IHK legalisieren. Ein Muster in englischer Sprache stellt die IHK Krefeld zur Verfügung. 
  • Einfuhrverbote für 851 Produktgruppen: Damit will die algerische Regierung das Handelsdefizit ausgleichen. Die Dauer des Verbots ist noch nicht bekannt. In dem Amtsblatt  Nr. 1/2018 finden Sie die Auflistung sämtlicher Produktgruppen in französischer Sprache.
  • Einfuhrsteuer in Höhe von einem Prozent. Die deutsch-algerische Handelskammer prüft zurzeit, ob dies Konsumgüter betrifft, die unverändert im algerischen Handel vertrieben werden oder auch für Investitionsgüter, wie Anlagen und Maschinen gilt.
  • Verbrauchssteuerpflicht und Einfuhrkontingente: Davon sind weitere Produktgruppen betroffen.