Internethandel

Deutsche Webshopper entdecken das Ausland

Die deutschen E-Commerce-Händler bekommen Konkurrenz aus Übersee. Immer mehr private Webshopper kaufen beispielsweise in chinesischen oder amerikanischen Webshops ein, hat der Paketdienst DPD herausgefunden.

Das Einkaufserlebnis der deutschen Webshopper endet nicht mehr an Ländergrenzen. Immer mehr Deutsche bestellen online bei ausländischen Webshops. Mittlerweile beträgt der Anteil der Online-Einkäufe auf ausländischen Websites am gesamten deutschen Online-Einkaufsvolumen 16,6 %. Das ist ein Ergebnis des aktuellen E-Shopper-Barometers des KEP-Dienstleisters DPD, für das über 24.000 Konsumenten in 22 Ländern (davon 1.550 in Deutschland) befragt wurden.

Fast die Hälfte der befragten deutschen Internetkäufer hat bereits in einem ausländischen Webshop eingekauft. Davon haben 69 % in europäischen Webshops außerhalb Deutschlands eingekauft. Immerhin 65 % suchen auch außerhalb Europas nach Schnäppchen. Mit 44 % ist die Volksrepublik China offenbar ein Shoppingparadies für deutsche Kunden. Online-Händler aus China verzeichnen zudem hohe Zuwächse (+33 % ggü. 2016). Zum Vergleich: In den USA haben 32 % der auslandsaffinen Webshopper schon mal bestellt.

Gefragt in ausländischen Webshops: High Tech und Elektronik

Im Warenkorb ausländischer Webshops landen in erster Linie Produkte aus der Kategorie „High Tech/Electronics“ (15 %), gefolgt von „DVD/CD/Video Games“ (14 %) und „Fashion“ (12 %). 39 % der deutschen E-Shopper, die bereits einmal online im Ausland eingekauft haben, wollen darauf in Zukunft verzichten. Längere Lieferzeiten und mitunter komplizierte Retouren sind Grund dafür.

Zudem steht den Webshops aus Nicht-EU-Ländern in den nächsten Jahren eine Klippe bevor. Die EU hat angekündigt im Zuge einer Mehrwertsteuerreform die Kleinmengenregelungen zu streichen. Diese Regelung ermöglicht bisher eine zoll- und einfuhrumsatzsteuerfreie Einfuhr von Sendungen aus Drittstaaten mit einem Warenwert von weniger als 22 EUR.

Hohe Ansprüche an Paketlogistik

Weitere Ergebnisse des E-Shopper-Barometers von DPD:

  • 79 % legen Wert darauf, welche Lieferoptionen ihr Webshop anbietet. Rund jeder Dritte bevorzugt dabei vor allem Internetshops mit kostenfreien Retouren (31 %) und kostenfreiem Versand (29 %).
  • 73 % ist es darüber hinaus wichtig, den genauen Zeitpunkt der Paketzustellung mit einem Zeitfenster von einer Stunde zu wissen.
  • 79 % ist eine „Next Day Delivery“ wichtig, ebenfalls 79 % wollen eine Sendungsverfolgung in Echtzeit.
  • 78 % legen Wert darauf, den Paketdienstleister vorher zu kennen.
  • 37 % wollen sich den Paketdienst mit dem besten Service vor der Bestellung selbst aussuchen.
  • 80 % wollen eine Lieferung an die eigene Haustür. Alternative Zustellorte wie Nachbarschaftszustellungen (15 %), Paketautomaten (12 %) und Filialen (11 %) gewinnen langsam an Akzeptanz.

Schlüsseltrends im E-Shopping: Entwicklung zwischen 2016 und 2018

Das E-Shopping-Barometer 2018 von DPD: Schlüsseltrends im E-Shopping
Das E-Shopping-Barometer 2018 von DPD: Schlüsseltrends im E-Shopping

Quelle: www.dpdgroupp.com, E-Shopper-Barometer 2018

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