Welthandel

CETA: Malmström zieht positive Bilanz

Das vor einem Jahr abgeschlossene Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) hat die Exporte in das nordamerikanische Land deutlich gesteigert. Dieses Fazit zieht EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Überdurchschnittliche Steigerungen meldeten vor allem der Maschinenbau und die Pharmabranche.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat eine positive erste Bilanz des, vor einem Jahr vorläufig in Kraft getretenen, Freihandelsabkommens CETA mit Kanada gezogen. Noch sei es zu früh für belastbare Schlussfolgerung, so Malmström. Jedoch sprächen die ersten vermeldeten Ergebnisse dafür, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. EU-weit deuten die jüngsten verfügbaren Statistiken, die den Zeitraum Oktober 2017 bis Juni 2018 abdecken, auf einen Anstieg der Ausfuhren um über 7 % im Vorjahresvergleich hin.

Klares Exportplus bei Maschinen und Arzneimitteln

Beispielsweise ist bei Maschinen und mechanischen Geräten, auf die ein Fünftel der EU-Ausfuhren nach Kanada entfallen, ein Anstieg von mehr als 8 % zu verzeichnen. Bei Arzneimitteln, die bei den EU-Ausfuhren nach Kanada mit 10 % zu Buche schlagen, zeigen die Statistiken einen Anstieg von 10 %. Aber auch in anderen wichtigen Branchen sind die EU-Exporte im Aufwind: Bei Möbeln beträgt die Steigerung 10 %, bei Parfum und Kosmetik 11 %, bei Schuhen 8 % und bei Bekleidung 11 %. Des Weiteren werden erfreuliche Zahlen für landwirtschaftliche Erzeugnisse berichtet: Bei Obst und Nüssen haben sich die Ausfuhren um 29 % erhöht, bei Schokolade um 34 %, bei Schaumweinen um 11 % und bei Whisky um 5 %.

98 % der bisherigen Zölle abgeschafft

„Die Exporte ziehen insgesamt an, und viele Wirtschaftszweige verzeichnen einen beeindruckenden Anstieg ihrer Ausfuhren“, sagte Malmström. Mit dem Abkommen wurden die Zölle auf 98 % der zwischen der EU und Kanada gehandelten Waren abgeschafft. Die damit erzielten Zolleinsparungen werden sich, sobald alle Zollsenkungen wirksam werden, auf nahezu 590 Mio. EUR pro Jahr belaufen. Außerdem erhalten EU-Unternehmen besseren Zugang zu öffentlichen Aufträgen in Kanada und zwar nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Provinzen und Kommunen.

Hilfestellung für KMU

Während des ersten Treffens des Joint Ceta Comitees in Montreal verabschiedeten Malmström und der kanadische Minister für internationalen Handel James Carr eine gemeinsame Empfehlung, wie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) die Vorteile von CETA besser ausschöpfen können. Geplant ist beispielsweise die Einrichtung von Kontaktstellen für KMU und der Aufbau einer speziellen Website.

Interessante Informationen für Unternehmen zu CETA hat die EU-Kommission auf ihrer Website zusammengetragen.

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