transport logistic 2017

Start-ups präsentieren sich auf der transport logistic 2017 in München

Fünf Start-ups stellten ihre Geschäftsmodelle im Rahmen von Interviews und Pitches aum dem Forum "Newcomer in der Logistik" vor.

In welche Geschäftsmodelle würden Sie investieren? Diese Frage mussten sich die rund 150 Besucher des Forums „Newcomer in der Logistik“ stellen das die Bundesvereinigung Logistik (BVL) im Rahmen der Fachmesse transport logistic 2017 in München organisiert hatte. In kurzen Interviews mit Moderator Daniel Terner (AEB) und Pitches stellten insgesamt 5 Start ups ihre Geschäftsmodelle vor. Dann waren mit Joris D’Inca (Oliver Wyman) und Hans-Ludger Körner, Geschäftsführer bei der Bremer Spedition Röhlig, zwei Experten am Zug. Am Ende durften die Zuschauer als Investoren symbolisch Geld in ihre Favoriten investieren.

Am Start waren: 

Instafreight: Der Start up positioniert sich als digitale Spedition und konzentriert sich auf den fragmentierten Markt für Strassentransporte. „Wir wollen uns als One-Stop-Shop für Road Freight etablieren“, sagt Geschäftsführer Philipp Ortwein. Die Besonderheit im Vergleich zu Frachtenbörsen: Instafreight geht ins Risiko und wird sowohl für die Verlader als auch für die beteiligten Frachtführer Geschäftspartner. Verlader geben entweder über ihr eigenes ERP-System oder über ein Webportal ihre Transportaufträge an Instafreight und erhalten sofort ein Festpreisangebot. Der zum Auftrag passende Frachtführer wird von Instafreight automatisiert ausgewählt und beauftragt. Der Transport wird per Track & Trace verfolgt. Die Rechnung bekommt der Verlader von Instafreight. Einen Wettbewerbsvorteil erhofft sich das Unternehmen durch das Angebot von Datendiensten. 

FreightHub: Das Unternehmen konzentriert sich auf die Optimierung der interkontinentalen Ladungsströme. Über eine Buchungsmaske können Verlader Angebote für ihre Container oder Luftfrachtpaletten einholen. FreightHub verspricht Quotierungen innerhalb von Sekunden. Ebenfalls online können die Verlader die Transporte buchen und über das Interface zu FreightHub den Weg ihrer Sendung verfolgen. Freighthub verspricht zudem mehr Transparenz über die Angebote verschiedener Airlines und Containerreedereien sowie Datenservices. Auch Dienstleistungen wie Verzollung lassen sich über FreightHub buchen. 

Byrd: Ein Service für ambitionierte Ebayer und andere kleine Versender, die sich mit der Logistik schwertun. Byrd, das in Deutschland momentan nur in Berlin aktiv ist, holt die Waren ab, verpackt sie und sorgt für den preisgünstigen Versand. 

Aquaplot: Gründer Henning Grimm ärgerte sich, dass er wegen eines Mangels an Informationen bei einem Hochsee-Segeltörn in ein Unwetter geriet. Diesen Informationsmangel will Aquaplot beheben. Das Unternehmen kreiert einen Informationsdienst für maritime Supply Chain, das unter anderem Wetter- und Strömungsinformationen in Routenempfehlungen einmünden lässt. Da jede vermiedene Seemeile und Fahrtstunde für teure Containerschiffe, Bulker und Tanker bares Geld spart, verspricht ein solcher Dienst hohen Nutzen für die Reeder. 

Swoplo: Der Tausch von Paletten und anderen Lademitteln ist für Verlader und Spediteure gleichermassen ein steter Quell des Ärgers. Durch das Abholen und die Repositionierung von Leerpaletten entstehen zudem unnötige Kosten. Das Prinzip von Swoplo: Statt die Lademittel zu 1:1 zu tauschen werden sie an Unternehmen verkauft, die sie ortsnah benötigen. Abgerechnet wird über das Portal.