Nach Wahl von Donald Trump: Wie sind die Reaktionen von Unternehmen?
US-Wahl

Nach Wahl von Donald Trump: Wie sind die Reaktionen von Unternehmen?

Mehr Fokus auf die USA oder doch die Strategie ändern? Wie sie mit der Wahl von Trump umgehen, beantworten 1900 Unternehmensvertreter in einer Studie.

Nur 1 % von 1.900 befragten Unternehmensvertretern, deren Firmen bereits in den USA aktiv sind, gab an, ihren strategischen Fokus auf die USA zu verringern. Demgegenüber legen 46 % im laufenden Jahr einen stärkeren strategischen Fokus auf die grösste Volkswirtschaft der Welt.  Dies ergab eine Befragung von 1.900 Unternehmensvertretern durch die Unternehmensberatung Roland Berger und die Deutsch-Amerikanische Handelskammer, Als wesentliche Motivation für künftige Investments in den USA gaben die Unternehmen den hohen Bedarf nach Gütern und Dienstleistungen sowie den Wunsch nach räumlicher Nähe zum US-Markt an.

Eines der Hauptanliegen der Trump-Regierung sind neue Jobs in den USA. Die deutschen Unternehmen ziehen da überwiegend mit. 80 % der grossen Unternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern in den USA wollen neue Jobs dort schaffen, ebenso 80 % der mittleren Unternehmen mit 50 bis 500 US-Arbeitnehmern. Unternehmen mit kleinen US-Repräsentanzen planen sogar zu  96 % eine Personalaufstockung.  

Skepsis vor allem in der Industrie vor Trump-Regierung

Unternehmen, die von der Trump-Regierung eine positive Entwicklung erwarten, halten sich ungefähr die Waage mit den Skeptikern. Besonders optimistisch sind Unternehmen der Finanzwirtschaft, der Dienstleistungsbranche und der Logistikwirtschaft. Eher skeptisch sind die Automobilwirtschaft, der Gesundheitssektor, die herstellende Industrie sowie die Energie- und Rohstoffbranche.

Von der Politik der Trump-Regierung erwarten sich die deutschen US-Töchter insbesondere eine Steuerreform, weitere Freihandelsabkommen (!) und Investitionsanreize. Durchgeführt haben die Umfrage die Deutsch-Amerikanische Handelskammer und die Unternehmensberatung Roland Berger.