Produktfälschungen

41 Millionen Produktfälschungen in der EU vom Zoll beschlagnahmt

Im Jahr 2016 wurden in der EU mehr gefälschter Produkte vom Zoll beschlagnahmt wie zuvor. China ist nach wie vor Hauptherkunftsland der Produktfälschungen.

Zigaretten, Spielzeug, Bekleidung aber auch Nahrungsmittel und Medizin: Das Sortiment an gefälschten Produkten, die widerrechtlich, in die EU eingeführt werden ist enorm breit. Im Jahr 2016 stieg die Zahl der in der EU durch Zollbehörden beschlagnahmten Produktfälschungen gegenüber dem Vorjahr um knapp 2 Prozent auf 41,7 Millionen Artikel an. Der Marktwert der Fälschungen stieg um 4,6 Prozent auf 672 Millionen EUR an. Das gab die EU-Kommission in einer Pressemitteilung bekannt.

China ist Weltmarktführer

Am häufigsten beschlagnahmte der Zoll gefälschte Zigaretten, gefolgt von Spielzeug, Nahrungsmitteln und Verpackungsmaterial (zum Beispiel Paletten). 80 Prozent der beschlagnahmten Produktfälschungen kamen aus China.

Internationale Arbeitsteilung bei Produktfälschungen

Interessant: Auch bei den Produktfälschungen hat sich eine internationale Arbeitsteilung herausgebildet. Zigaretten kommen vor allem aus Pakistan und Vietnam, gefälschte Mode aus dem Iran, Alkohol aus Singapur, Elektronikprodukte aus Hongkong sowie Fake-Medizin aus Indien. Haupteinfallstor in die EU ist Litauen – jedenfalls wurden hier die meisten Produktfälschungen beschlagnahmt – gefolgt von Tschechien, Belgien, Rumänien und Deutschland. Am häufigsten kommen die gefälschten Waren im Postpaket in die EU; „grössere Fische“ werden am häufigsten auf dem Seeweg transportiert.