Supply Chain Visibility

Echtzeit-Supply-Chain noch Neuland für Mehrheit der Unternehmen

Eine digitale Echtzeit-Supply-Chain setzen aktuell nur 20 % der Unternehmen um. Das neue Hermes-Barometer kommt zu weiteren spannenden Ergebnissen.

Acht von zehn deutschen Unternehmen möchten ihre Lieferkette transparenter gestalten. Bei grossen Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern sind es sogar neun von zehn Unternehmen, so das Hermes-Barometer „Transparenz in der Supply Chain“ von Hermes Germany, eine Untersuchung unter gut 200 Logistikentscheidern deutscher Unternehmen. Die Möglichkeit, bei Störungen schnell agieren zu können, die Lieferqualität zu erhöhen sowie die Effizienz der Betriebsabläufe zu steigern, ist für mehr als 80 Prozent der Befragten der Hauptantrieb, um die eigene Supply Chain Visibility zu erhöhen.

Supply Chain Visibility: Potenzial der technischen Möglichkeiten besser nutzen

Aktuell verfügt jedoch lediglich jedes fünfte Unternehmen über eine digitale Echtzeit-Supply-Chain. Dabei bietet diese die Möglichkeit, problemlos den Lebenszyklus eines Produktes nachvollziehen zu können. Darüber hinaus lohnt sich eine weitreichende Transparenz der Lieferkette, um dem Wunsch der Verbraucher nach mehr Information nachzukommen. Konsequent umgesetzt führt dies zu einer Verbesserung der Ressourcenplanung, einer gesteigerten Effizienz sowie zur Minimierung von Kosten.

Um die Visibility zu erhöhen, nutzt die Mehrheit der deutschen Unternehmen bereits folgende Technologien: EDI (elektronischer Datenaustausch) kommt bei 59 Prozent der befragten Unternehmen zum Einsatz, zudem ERP-Software (45 Prozent) oder Portale und Plattformen (39 Prozent). Vor allem die grösseren Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sind hier Vorreiter.

Hohe Komplexität und fehlende Vernetzung erschweren Supply Chain Visibility

Gründe für die schleppende Umsetzung einer transparenten Supply Chain: Jeder fünfte Befragte gab an, dass die Risiken aufgrund der Komplexität der Lieferkette ohnehin kaum zu kontrollieren seien. Als weitere Hindernisse bei der Implementierung nannte jeder zweite Entscheider die fehlende Vernetzung mit Lieferanten und weiteren Handelspartnern sowie Kommunikationsprobleme mit beteiligten Parteien. So gaben 60 Prozent der Unternehmen an, dass die Nutzung unterschiedlicher IT-Systeme die Zusammenführung von Informationen behindere. Der Zeit- und Kostenaufwand für die Einführung notwendiger Technologien stand mit 47 Prozent auf Platz drei der Transparenz-Hemmnisse.

Hermes-Barometer: Transparenz in der Supply Chain (Quelle: Hermes)
Hermes-Barometer: Transparenz in der Supply Chain (Quelle: Hermes)