AEB: Mehr Beteiligung und Mitgestaltung durch Umfirmierung zur SE
Rechtsform

AEB: Mehr Beteiligung und Mitgestaltung durch Umfirmierung zur SE

Nach der Umwandlung von der GmbH in die Societas Europaea (kurz SE) ist der Unternehmensrat neuer Dreh- und Angelpunkt des Softwareanbieters AEB.

Unter Arbeitsrechtlern wird die Umwandlung der Rechtsform von einer GmbH oder AG in eine Societas Europaea – kurz SE – vor allem als Möglichkeit der Flucht aus der deutschen Mitbestimmung diskutiert. Doch als der Stuttgarter Softwareanbieter AEB sich für die Umfirmierung zur AEB SE entschied, schlug sie genau den gegenteiligen Weg ein.

Unternehmensrat neuer Dreh- und Angelpunkt

Geschäftsleitung und das aus Arbeitnehmervertretern bestehende besondere Verhandlungsgremium einigten sich auf einen Ausbau von Mitgestaltung und Mitbestimmung. Dreh- und Angelpunkt ist dabei ein Unternehmensrat. In diesem Gremium beraten und entscheiden Mitglieder des Verwaltungsrates und von den AEB-Mitarbeitern gewählte Vertreter gemeinsam über alle Fragen, die das Arbeiten bei AEB betreffen. „Der Unternehmensrat beschäftigt sich beispielsweise mit Arbeitszeitmodellen, Vergütungsmodellen, Weiterbildung und anderen kollektiven Themen“, sagt Markus Strohm, Mitglied des Betriebsrates und des besonderen Verhandlungsgremiums. Entschieden wird im Konsens. 

In den Unternehmensrat gewählt werden können alle AEB-Mitarbeiter, egal ob sie in Deutschland oder einer ausländischen Niederlassung beschäftigt sind. Unterstützt wird der Unternehmensrat von Ländervertretern, die Anliegen aus den einzelnen Standorten in die Arbeit des Unternehmensrates einbringen. „Wir haben gemeinsam einen Weg gefunden, der die rechtlichen Anforderungen erfüllt und gleichzeitig im Sinne unserer Unternehmenswerte ganz eigen und einzigartig ist“, sagt Matthias Kiess, geschäftsführender Direktor der AEB SE.

Mitarbeiterbeteiligung wird vereinfacht und flexibilisiert

Gleichzeitig verbessert die AEB mit diesem Schritt die Beteiligungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Erwerb von Aktien der SE wird gegenüber dem Kauf von GmbH-Geschäftsanteilen deutlich einfacher und flexibler. „Es war bereits vor der SE-Umwandlung ein grundlegendes Prinzip, dass sämtliche AEB-Anteile im Eigentum der Mitarbeiter sowie der im Jahr 2017 gegründeten AEB-Stiftung sind und bleiben. Diese besondere Eigentümerstruktur stärkt die Unabhängigkeit des Unternehmens und damit die langfristige strategische Ausrichtung“, betont Markus Meissner, gemeinsam mit Kiess geschäftsführender Direktor der AEB SE.

Vorteile auf internationalen Märkten

Weitere Vorteile durch die Umfirmierung erhofft sich das Management von AEB bei der Akquisition von internationalen Kunden. „Mit der Umfirmierung zur Europäischen Gesellschaft – kurz SE – tragen wir der fortschreitenden Internationalisierung unseres Geschäfts Rechnung. Die SE ist im Vergleich mit der deutschen GmbH für internationale Interessenten die wesentlich geläufigere Rechtsform“, sagt Meissner.

Keine Änderungen für Bestandskunden

Für die bestehenden Kunden von AEB ändert sich nichts. Alle Verträge und Vereinbarungen mit der AEB GmbH gelten gegenüber der AEB SE unverändert fort. Eine Übersicht aller Daten finden Sie hier.