Passar 2023

Innerhalb der DaziT Transformation spielt Passar eine wichtige Rolle.
Passar wird das neue Warenverkehrssystem und löst damit die aktuellen Systeme NCTS und e-dec ab. Von der Anmeldung bis zur Verfügung - Passar ist verantwortlich für die Steuerung des Warenprozesses an der Grenze.

Der neue Warenverkehrsprozess

Chancen & Herausforderungen für den Gegenüber

Zugänge & Ablauf von Passar

Timeline Passar - von 1.0 bis 3.0

Der neue Warenverkehrsprozess

Passar, das neue Warenverkehrssystem das per 1. Juni 2023 eingeführt wird, steht im Fokus der DaziT Tranformation. Die neue Software ist zu dem Zeitpunkt vollumfänglich einsetzbar und der Parallelbetrieb zu e-dec (Einfuhr und Ausfuhr) und NCTS (Transit und Ausfuhr) wird gestartet. Diese beiden Systeme werden nach und nach abgelöst und per Q3 2025 eingestellt.

Chancen & Herausforderungen für das Gegenüber

Die Anpassung im Zollrecht erlaubt neben der Standardwarenanmeldung (FULL) neu auch die vereinfachte Warenanmeldung (LIGHT). 

Warenanmeldungen können über den vereinfachten Weg (LIGHT) abgewickelt werden unter den Grundvoraussetzungen, dass die Sendung keinem nichtabgabenrechtlichem Erlass (NAE) untersteht und keine Abgaben (Zölle, Lenkungsabgaben, Verbrauchssteuern) oder ausschliesslich die MWST geschuldet sind. Der darunterfallende Warenumfang bezieht sich auf den Warenwert und das Warengewicht und kann als reduzierter Datensatz abgegeben werden.

Nachfolgend werden die Vorteile für Verfahrensbeteiligte näher beschrieben.

2-teiliger Ausfuhrprozess
Aktivierung am Domizil
Standardsortiment
Eigene Ware
2-teiliger Ausfuhrprozess

2-teiliger Ausfuhrprozess

Mehrwert:

  • Kontrolle am Domizil statt an der Grenze (u. a. geeignete Infrastruktur)
  • Keine Verzögerung nach Laden / Abfahrt
  • Kein Transit zur Grenze notwendig
  • Ausgeführte Ware kurzfristig aufbewahren (Bedürfnis aus Logistik)

Verkehrsrichtung:

  • Ausfuhr

Nutzer:

  • Exporteure
  • Logistik- & Verzollungsdienstleister
Prozessablauf beim 2-teiligen Ausfuhrprozess (Export) auf der Schweizer Karte illustriert.
Prozessablauf beim 2-teiligen Ausfuhrprozess (Export).
Aktivierung am Domizil

Aktivierung am Domizil

Mehrwert:

  • Kontrolle am Domizil statt an der Grenze (u. a. geeignete Infrastruktur)
  • Transite selber eröffnen bzw. löschen
  • Unverzollte Ware kurzfristig aufbewahren / Umschlagen
  • Keine Verzögerung nach Laden / Abfahrt
  • Transport wird nicht gestoppt, wenn bei einer (Teil)Sendung noch
    Angaben fehlen

Verkehrsrichtung:

  • Einfuhr
  • Ausfuhr

Nutzer:

  • Logistik- & Verzollungsdienstleister
  • Warenverantwortliche
Prozessablauf beim Import/Export der Aktivierung am Domizil auf der Schweizer Karte illustriert.
Prozessablauf beim Import/Export der Aktivierung am Domizil.
Standardsortiment

Standardsortiment

Mehrwert:

  • Warenfreigabe mit Minimaldaten
  • Zeitliche Flexibilität, um vollständige Warenanmeldung zu erstellen
  • Sammelwarenanmeldung möglich

Verkehrsrichtung:

  • Einfuhr

Nutzer

  • Logistik- & Verzollungsdienstleister
Prozessablauf beim Import für Standardsortimente auf der Schweizer Karte illustriert.
Prozessablauf beim Import für Standardsortimente.
Eigene Ware

Eigene Ware

Mehrwert:

  • Warenfreigabe mit Minimaldaten
  • Zeitliche Flexibilität, um vollständige Warenanmeldung zu erstellen
  • Sammelwarenanmeldung möglich
  • Verzicht auf Sicherheitsleistung möglich
  • Warenanmeldung mit Minimaldaten kann durch Dritte/Beauftragte
    erstellt werden

Verkehrsrichtung:

  • Einfuhr

Nutzer

  • Importeure und Empfänger
Prozessablauf beim Import eigener Ware auf der Schweizer Karte illustriert.
Prozessablauf beim Import eigener Ware.

Zugänge zu Passar 

Über die elektronische Schnittstelle "B2B" ist es möglich eigene Zoll- und ERP-Systeme (e.g ICI) an Passar anzubinden.

Über die elektronische Schnittstelle "B2B" ist es möglich eigene Zoll- und ERP-Systeme (e.g ICI) an Passar anzubinden.

Des Weiteren, können über das e-Portal diverse Aufgaben erledigt und Information eingesehen werden. Seien das Informationen und Dienstleistungen zum BAZG, oder aber auch Anfragen von Bewilligungen. Die Uploadfunktion erlaubt es ausserdem, Daten ins e-Portal hochzuladen und für die Weiterverarbeitung freizugeben.

Unterlagen und Begleitdokumente können mittels der eigenständigen Plattform "e-Begleitdokumente" einfach und sicher an die Zollstelle übermittelt werden. Eine direkte Schnittstelle erlaubt es, Daten (PDF und Excelfiles) mittels der WebUI oder Webservice hochzuladen.

Alle relevanten Dokumente wie beispielsweise eVV Bordereau können in Zukunft über das Output Management System DocBox bezogen werden.


Ablauf von Passar

  1. Zollanmeldung erstellen
    Der zuständige Versender, Importeur oder Logistikdienstleister nutzt das e-Portal (oder die eigene, angebundene Verzollungsapplikation) um seine Ware im Warenverkehrssystem anzumelden.

  2. Transportmittel referenzieren
    Parallel zu Schritt 1, ist der Transportverantwortliche (Transportdienstleider, Camioneur) der angemeldeten Sendung dazu verpflichtet, die zur Sendung gehörigen Daten über das e-Portal, einer eigenen Verzollungsapplikation oder der App an den Zoll zu übermitteln.

  3. Aktivierung
    Aufgrund der Schritte 1 & 2, wird bei Ankunft der Ware and der Grenzzollstelle, das Fahrzeug bei Grenzeintritt erkannt (mittels Telematik) und die Anmeldung automatisch aktiviert. Ab dem Zeitpunkt der Aktivierung ist die Warenanmeldung rechtverbindlich und kann daher nicht mehr geändert werden.

  4. Selektionieren
    Nach Grenzübertritt werden Aktivierungsmeldungen oder Meldungen aus fremden Zollsystemen (wie Borderguard) in Passar verarbeitet.

  5. Intervenieren
    Direkt an der Grenzen oder an einem vom BAZG bestimmten Ort kann eine Intervention durchgeführt werden. Dies betrifft Waren, Transportmittel und/oder Personen.

  6. Verfügen
    Basierend auf einer Aktivierungskontrollmeldung sowie dem Selektionsresultat der Sendung, welches der Fahrzeugführer bzw. Transportverantwortliche auf sein*ihr portables Gerät (Smartphone, Tablet, …) erhält, erfährt der Frachtführer die Info, ob er kontrolliert wird oder weiterfahren kann.
Der neue Grundprozess im Systemkontext Passar. Darin werden die sechs Prozessschritte erläutert.
Anhand eines Telematik Operators werden im neuen Warenverkehrsprozess Passar die Sendungen mittels Telematik aktiviert.

Timeline Passar - von 1.0 bis 3.0

Transitionsplanung Passar inklusive Milestones (Stand: 15.06.2021)

Per 01.06.2023 wird Passar 1.0 eingeführt und damit startet der Parallelbetrieb des neuen Warenverkehrssystem Passar, e-dec und NCTs.

Der Funktionsumfang ab dem 01.06.2023 umfasst den Transit mit Passar, die Ausfuhr mit Passar und die Einfuhr mit e-dec. Die Aktivierung gilt für Strasse, Wasser, Schiene. Ab dem 01.12.2023 wird NCTS deaktiviert und so bleibt lediglich der Parallelbetrieb von Passar und e-dec weiterhin bestehen. 

Dies bietet den Nutzern genügend Zeit zur Umstellung bis zum 31.12.2024. Ab diesem Zeitpunkt startet Passar 2.0 parallel zu e-dec und das Gegenüber wird nun auch die Einfuhr mit Passar durchführen (Aktivierung über Strasse, Wasser, Schiene). 

Per 01.07.2025 findet die finale Deaktivierung von e-dec statt und es gilt der Vollbetrieb von Passar. 

Passar 1.0 Funktionsumfang und Ausblick

Passar 1.0 und der Funktionsumfang.
Ausblick von Passar 2.0.
Ausblick von Passar 3.0