Brexit

Transportboom vor dem Brexit

Unmittelbar vor dem ursprünglich geplanten Austrittstermin Großbritanniens aus der EU gab es in Großbritannien eine Sonderkonjunktur. Das verarbeitende Gewerbe weitete seine Produktion so stark aus wie seit gut 30 Jahren nicht mehr. Entsprechend boomten die Transporte.

Ausgerechnet die Angst vor einem ungeregelten Ausscheiden Großbritanniens aus der EU hat der britischen Wirtschaft im 1. Quartal 2019 eine Sonderkonjunktur beschert. Nach Angaben des Statistikamts ONS stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) von Anfang Januar bis Ende März um 0,5 % gegenüber dem Vorquartal. Getrieben wurde das Wachstum zum einen durch die Produktion und Lagerhaltung der Unternehmen. Die Unternehmen wollten damit offenbar brexit-bedingten Versorgungsengpässen vorbeugen. Zum anderen gaben auch die Verbraucher viel Geld aus. Hierbei dürfte neben der Angst vor Versorgungsengpässen auch die Sorge vor Preissteigerungen eine Rolle gespielt haben.

Transporte in Richtung Großbritannien mehr als verdoppelt

Mit dem Brexit-Boom einher ging auch ein stattliches Transportwachstum. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich die Lkw-Transporte aus allen Teilen Europas in Richtung Großbritannien im ersten Quartal 2019 mit einem Zuwachs von 112 % mehr als verdoppelt. Das dokumentieren die aktuellen Zahlen des Transportbarometers der Frachtenbörse Timocom.

Online-Seminar zum Brexit

Wer sein Unternehmen nicht nur durch Bevorratung auf den Brexit vorbereiten will, sollte sich das Online-Seminar von AEB-Außenhandelsexperte Carsten Bente am 4. Juni notieren. Nach der Europa-Wahl am 26. Mai gibt es hoffentlich auch im British Empire einen klareren Blick auf die zukünftige Wirtschaftspolitik. Bente informiert, welche konkreten Maßnahmen in den wesentlichen Brexit-Szenarien sinnvoll und nötig sind.

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