Transportkosten

Lkw-Transporte: Wie Mauterhöhungen Stückguttransporte verteuern

Die Kosten für Stückguttransporte werden sich in zwei Schritten zum 1. Juli 2018 und zum 1. Januar 2019 spürbar verteuern.

Den Industrie- und Handelsunternehmen in Deutschland droht eine deutliche Verteuerung ihrer nationalen Stückguttransporte. Das lässt sich aus einem Gutachten schließen, das der Deutsche Speditions- und Logistik Verband (DSLV) bei dem Beratungsunternehmen Forlogic in Auftrag gegeben hat. Demnach erhöhen sich die Kosten der Spediteure im Stückgutbereich durch die Ausweitung des Mautstreckennetzes in Abhängigkeit von mautpflichtigen Streckenanteil um 0,3 % (bei 50 %) bis 1,3 % (9,5 % mautpflichtiger Streckenanteil). Dieser Effekt tritt zum 1. Juli 2018 ein. Die Länge einer Durchschnittstour im Vor- und Nachlauf liegt bei 205 Kilometer, wovon ab Juli rund 75 % der Mautpflicht unterliegen – bisher waren es knapp 48 %. Daraus ergeben sich Mehrkosten für die gesamte Durchschnittstour (inkl. Hauptlauf von 0,8 %).

Zum 1. Januar 2019 wachsen die Kosten der Stückgutanbieter nochmals um 2,1 %

Noch deutlich stärker wird sich die Erhöhung der Mautsätze zum 1. Januar 2019 auswirken, für die das Bundeskabinett am 18. Mai seine Zustimmung gab. „Die gesamte Mautkostenbelastung einer Sammelgutsendung wächst ab 1. Januar 2019 um durchschnittlich 65,1 % was die Gesamtkosten einer Durchschnittsendung um 2,1 % verteuern wird“, teilt der DSLV mit.

Zu beachten ist, dass es sich bei den im Gutachten genannten Zahlen um Durchschnittswerte handelt. Abhängig von dem individuellen Mautstreckenanteil und der spezifischen Fahrzeugauslastung können die Stückgutspediteure mit höheren oder auch niedrigeren Forderungen auf die Verlader zukommen.

Insgesamt belastet der doppelte Kostensprung die deutsche Wirtschaft nach Berechnungen des DSLV mit insgesamt 2,5 Mrd. EUR.

Ähnliche Artikel

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen