Welthandel

Waffenstillstand im Handelskonflikt

Peking und Washington gönnen sich eine Atempause in ihrem Handelskonflikt. Beide Seiten haben die Einführung neuer Strafzölle um einige Wochen verschoben, um eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden.

Die Aufwärtsspirale im Handelskonflikt zwischen den USA und der Volksrepublik China ist gestoppt, möglicherweise aber nur bis März. Beide Seiten haben bereits beschlossene Strafzölle für Waren mit Ursprung in dem jeweils anderen Land ausgesetzt.

Die zum 1. Januar 2019 geplante Erhöhung der Zusatzzölle von 10 % auf Waren aus China mit einem Importwert von 200 Milliarden US Dollar wird auf den 2. März 2019 verschoben. Dies hatte der US-Handelsbeauftragte bereits im Gesetzblatt vom 19. Dezember 2018 angekündigt. Vorausgegangen war eine entsprechende Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Im Gegenzug setzte die VR China Strafzölle für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile mit Ursprung in den USA aus. Die Aussetzung gilt seit dem 01.01.2019 und ist befristet bis zum 31.03.2019.

Ultimatum von Trump

Die USA werfen China unter anderem erzwungenen Technologietransfer und Verstöße gegen den Schutz geistigen Eigentums vor. Über diese Themen laufen derzeit Verhandlungen. Auf der Tagesordnung stehen weiterhin Gespräche über nicht-tarifäre Handelshemmnisse, Dienstleistungen und Landwirtschaft. Erzielen die Verhandlungspartner keine Einigung zu diesen Themen, werden die USA die Zusatzzölle ab dem 2. März 2019 von 10 auf 25 % anheben.

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