Gestalten statt Reagieren
KI-Hackathon

Gestalten statt Reagieren

Die Evolution von KI geschieht nicht nur täglich, sondern beinahe stündlich. Mittlerweile redet niemand mehr darüber, ob KI eingesetzt wird, sondern nur noch wie – auch wir bei AEB. Was passiert daher, wenn sich eine Gruppe Menschen einen Tag Zeit nimmt, um auf die Veränderungen nicht nur zu reagieren, sondern diese aktiv zu gestalten?

„Die Zukunft passiert nicht einfach nur. Wir kreieren sie“, so schreibt Prof. Hannah Fry in ihrem Buch „Hello World: Being Human in the Age of AI“. Das hat sich der AEB Customer Solutions Bereich zu Herzen genommen und zum Motto seines ersten KI-Hackathons gemacht. Das Ziel: Die Nutzung von KI in AEB fördern und gleichzeitig in verantwortliche und wertschöpfende Bahnen zu lenken.

Heute den Arbeitsalltag von morgen gestalten

"Einfach mal ausprobieren” gilt im Softwarebereich als Selbstverständlichkeit, ist aktuell laut Hackathon-Mitorganisator Hannes Eckelt aber wichtiger denn je: „Bereits in der Vergangenheit ohne KI musste man immer bereit sein, Bekanntes beiseitezuschieben und neue Technologien zu nutzen. Dasselbe gilt jetzt für KI, nur nochmal extremer, weil sie die Art und Weise, wie wir arbeiten, komplett verändert.”
KI verändert - und die AEB verändert mit. Darum stellte sich beim Hackathon die Frage, wie und wo wir KI von der Idee bis zur Umsetzung unserer Projekte am besten einsetzen können.

„Die Welt der KI ist für eine einzelne Person zu groß, um sie zu begreifen, und sie wird von Minute zu Minute größer. Deshalb gibt es Leute, die die wirklich wesentlichen Aspekte herausarbeiten und diese den Projektentwickler*innen zur Verfügung stellen“

– Tobias Weiß, Mitorganisator und Software Developer

Wichtiger als fachliche Expertise in einem bestimmten Bereich war deshalb beim Hackathon eine allgemeine Offenheit: auf individueller Ebene für neues Wissen und auf kollektiver Ebene für neue Ansätze, ob mit einer eigenen Idee oder als Teil einer bestehenden Gruppe. So entstanden für den Tag insgesamt 15 Teams mit einer Bandbreite an Themen: Von der Weiterentwicklung eines KI-Prozesses für Sales-Gesprächszusammenfassungen und Folgeprozesse bis hin zur Verbesserung bestehender KI-Assistenten.

Gemeinsames Entwickeln, individuelle Lerneffekte

Ganz bewusst waren unter den Teilnehmenden Menschen mit unterschiedlichen Aufgabengebieten und KI-Kenntnissen. Kein Zufall: Die Zusammensetzung der Teams folgte einer klaren Idee.

„Ziel war es, den Menschen die Möglichkeit zu geben, mit KI-Tools zu experimentieren und sich mit dieser neuen Technologie vertraut zu machen, indem man ihnen einen Ausgangspunkt bietet, an dem sie bestimmte Dinge ausprobieren können. Auf der anderen Seite bot der Hackathon erfahrenen Anwender*innen den Raum, ihr Wissen sinnvoll einzusetzen und etwas auf die Beine zu stellen, von dem sie glauben, dass andere davon profitieren könnten“.

– Franz Gaber, Mitorganisator und Projektmanager

Dieses Konzept war auch in den Augen der Teilnehmenden erfolgreich: „Ich fand die durchmischte Teamzusammensetzung gut, weil ich mit Menschen zusammenarbeiten konnte, die mehr Vorwissen hatten als ich“, meint Filippa Kouthoofd-Lans, Projektmanagerin im Customer Solutions Bereich. „Zum Beispiel habe ich gelernt, wie ich Agenten so entwickeln und einsetzen kann, dass er meinen Kolleg*innen und mir bei unserer täglichen Arbeit hilft“.

Neben unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Wissensständen zu KI vereinte der Hackathon außerdem mehrere Standorte. Projektleiter*innen und Software Developer aus Stuttgart und Malmö veranstalteten das Event gemeinsam, von der Planung bis zur Umsetzung.

KI braucht Raum zum Ausprobieren

Zwischen Projektarbeit und Deadlines fehlt oft die Zeit, Prozesse zu optimieren. Langfristig lässt sich durch Automatisierung aber jede Menge Zeit einsparen. Deshalb investierte der Customer Solutions Bereich bewusst einen Tag in die eigene Weiterentwicklung.

„Ich finde es cool, dass wir einen dedizierten Tag für Workflow-Optimierung hatten. So muss man sich nicht im Alltagsstress damit auseinandersetzen, wenn man nicht unbedingt den Kopf oder die Ressourcen hat. Außerdem kann man beim Hackathon auch Leute nach Hilfe fragen, die sich schon mehr mit dem Thema beschäftigt haben.“

Marco de Jesus António, Teilnehmer und Software Developer

Wie viel an einem Tag entstehen kann, wenn man den Raum dazu bekommt, haben die Teams in ihren Präsentationen gezeigt. Langfristig legte die Veranstaltung so den Grundstein für einen besseren Informationsfluss entlang des gesamten Prozesses von Kundenanforderung bis Umsetzung - und hat in relativ kurzer Zeit viele Menschen befähigt, KI noch souveräner im Alltag einzusetzen.