Pressemitteilung

Studie zu Global Trade Management: Schnellere Lieferungen stehen 2016 in
internationalen Lieferketten an erster Stelle

  • Top-Themen: Beschleunigung, Risikosenkung und neue Zollvorschriften
  • Personalengpässe sind größte Herausforderung

Stuttgart, 17. November 2015 – In internationalen Lieferketten stehen die Zeichen auf Beschleunigung. Die Verringerung von Durchlauf- und Lieferzeiten hat für drei von vier Supply-Chain-Entscheidern hohe Bedeutung und ist damit wichtigstes Thema im Global Trade Management für 2016. Das zeigt die Studie „Global Trade Management Agenda 2016 – Kollaboration in der Supply Chain“ des Softwareunternehmens AEB und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Stuttgart. Befragt wurden 319 Experten aus den Bereichen Außenwirtschaft, Logistik und Supply Chain Management. Die Studie steht unter www.aeb.com/gtm-studie kostenlos zum Download bereit.

Global Trade Management 2016
Global Trade Management 2016

Global Trade Management umfasst alle planerischen und steuernden Aufgaben eines Unternehmens, um internationale Lieferketten und Handelsbeziehungen wirtschaftlich und rechtssicher abzuwickeln. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Prioritäten hier deutlich verschoben. „Das Top-Thema ist klar den steigenden Ansprüchen von Kunden an eine schnelle Lieferung geschuldet“, sagt Professor Dirk Hartel, Studiengangsleiter für BWL-DLM-Logistikmanagement an der DHBW Stuttgart und einer der beiden Autoren der Studie. „Gerade die großen Versandhändler sind bereits mit innovativen Ideen vorgeprescht, andere Firmen überlegen derzeit, wie sie Durchlauf- und Lieferzeiten verkürzen können.“

Russland-Embargo (fast) kein Top-Thema mehr
2014 stand für die Befragten noch die Einhaltung von Embargo-Vorschriften an erster Stelle. „Damals beherrschten die Russland-Sanktionen die Agenda der Unternehmen, die die EU im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt verhängt hatte. Mittlerweile haben sich die Firmen darauf eingestellt “, sagt Dr. Ulrich Lison, Mitglied der Geschäftsleitung von AEB und ebenfalls Autor der Studie. Die Einhaltung von Embargo-Vorschriften steht nun an achter Stelle, sie hat für 60 % der Teilnehmer hohe Bedeutung.

Zu den Top-Themen gehören hingegen Risikominimierung in der Lieferkette und die Umsetzung von zollrechtlichen Änderungen. 70 bzw. 69,4 % messen diesen Themen hohe oder sehr hohe Relevanz bei. „Offenbar wirft der neue Zollkodex der EU, der im Mai 2016 in Kraft tritt, schon seine Schatten voraus“, erklärt Lison.

Fachkräftemangel im Außenwirtschaftsbereich stellt jeden Zweiten vor Herausforderungen
Ein Thema, bei dem offenbar vielen Unternehmen der Schuh drückt, ist die Gewinnung und Ausbildung von Mitarbeitern. Für zwei von drei Befragten ist dies von hoher Bedeutung (68,2 %), die Aufgabe steht damit auf der Global Trade Management Agenda an vierter Stelle. Gleichzeitig sehen die Experten hier am häufigsten Defizite. Jeder Zweite (50,9 %) attestiert seinem Unternehmen der Studie zufolge Verbesserungsbedarf beim Anwerben und Ausbilden von Fachkräften.

Danach gefragt, bei welchen weiteren Themen sie hohen Verbesserungsbedarf sehen, nannten die Teilnehmer am häufigsten Supply-Chain-Optimierung unter Abgaben-Aspekten und das Erschließen neuer Länder (49 bzw. 48,5 %). Weitere Themen mit großer Bedeutung im kommenden Jahr haben sie nach eigener Einschätzung schon besser im Griff: Beim Verringern der Durchlauf- und Lieferzeiten sehen lediglich vier von zehn Befragten (41,7 %) Defizite, bei der Risikominimierung gut jeder Dritte (36,2 %) und beim Umsetzen zollrechtlicher Änderungen nur jeder Vierte (23,3 %).

Über die Studie
Die Studie „Global Trade Management Agenda 2016 – Kollaboration in der Supply Chain“ basiert auf einer branchenübergreifenden Umfrage unter 319 Experten aus dem Umfeld Logistik, Außenwirtschaft und Supply Chain Management. Die Teilnehmer arbeiten in Unternehmen unterschiedlicher Größe aus verschiedenen Ländern, davon fast zwei Drittel aus Deutschland. Drei Viertel der Befragten (77,5 %) haben eine Leitungsfunktion inne (Unternehmens-, Abteilungs- oder Team- bzw. Projektleitung). AEB und die DHBW führen die Umfrage seit 2013 jährlich durch.

Pressekontakt:

  • AEB GmbH:
    Jens Verstaen
    Corporate Communications
    Tel. +49 (0)89 - 14 90 267 – 16
    E-Mail: jnsvrstnbd
    URL: www.aeb.de
  • fischerAppelt, relations GmbH:
    Teresa Grüne / Jessica Raguž
    PR-Beratung
    Tel. +49 (0)40 899 699 - 758 / 576 E-Mail: aeb@fischerappelt.de

Über AEB

(www.aeb.de)
Seit mehr als 35 Jahren ist das Stuttgarter Softwareunternehmen AEB GmbH erfolgreich am Markt. Miti hrer Logistik- und Außenwirtschaftssuite ermöglicht AEB Unternehmen aus Industrie und Handel sowie Logistikdienstleistern eine durchgängige „end-to-end“ IT-Unterstützung ihrer Supply-Chain-Prozesse. ASSIST4 unterstützt den Wareneingang, das Kommissionieren und Verpacken, die Transport- und Zollabwicklung sowie das Frachtkostenmanagement. Zudem versetzt ASSIST4 Firmen in die Lage, aktives Supply Chain Event Management zu betreiben und Transporte bis zum Endkunden zu überwachen und zu steuern. AEB ist ein internationales Unternehmen mit über 5.000 Kunden in Europa, Asien und Amerika. AEB hat ihren Stammsitz in Stuttgart,  Geschäftsstellen in Soest, Hamburg, Düsseldorf und München sowie Entwicklungszentren in Lübeck und Mainz. International vertreten ist AEB in Großbritannien, Singapur, in der Schweiz, in Österreich, Schweden, in den Niederlanden, in Tschechien, Frankreich und in den USA.


Über DHBW Stuttgart

(www.dhbw-stuttgart.de)
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist die erste und einzige staatliche praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Mit ca. 34.000 Studierenden ist sie mittlerweile die größte Hochschule des Landes. Sie wurde am 1. März 2009 gegründet und führt das seit über 40 Jahren erfolgreiche duale Modell der früheren Berufsakademie Baden-Württemberg fort. Bundesweit einzigartig ist die am US-amerikanischen State University-System orientierte Organisationsstruktur der DHBW mit zentraler und dezentraler Ebene. An ihren neun Standorten und drei Campus bietet die DHBW in Kooperation mit über 9.000 ausgewählten Unternehmen und sozialen Einrichtungen eine Vielzahl von national und international akkreditierten Bachelorstudiengängen. Der Standort in Stuttgart ist der größte und verzeichnet rund 8.400 Studierende in Bachelorstudiengängen. In Kooperation mit ausgewählten Unternehmen und sozialen Einrichtungen - den Dualen Partnern - bieten die Fakultäten Wirtschaft, Technik und Sozialwesen mehr als 40 national und international anerkannte Bachelor-Studienrichtungen an. Zentrales Merkmal ist der regelmäßige Wechsel zwischen den Theoriephasen an der Hochschule und den berufspraktischen Phasen beim ausbildenden Dualen Partner. Mit dualen Masterprogrammen in allen Fakultäten
ermöglicht die DHBW Stuttgart seit Herbst 2011 eine berufsintegrierte Weiterentwicklung auch über den Bachelorabschluss hinaus.

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