Mittelbare Bereitstellungsverbote: Kritische Beteiligungen enttarnen
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Mittelbare Bereitstellungsverbote: Kritische Beteiligungen enttarnen

Mittelbare Bereitstellungsverbote sollen verhindern, dass auf Sanktionslisten erfasste Personen über Unternehmensbeteiligungen Ressourcen zufliessen.

In jedem im Aussenhandel aktiven Unternehmen ist es bekannt: Personen und Organisationen, die auf den Sanktionslisten der EU und gegebenenfalls von anderen Staaten stehen, dürfen keine wirtschaftlichen Ressourcen – seien es Gelder oder Waren - zufliessen. Schon weniger bekannt ist, dass solche Bereitstellungsverbote auch für Unternehmen und andere Organisationen gelten, die von auf der Sanktionsliste geführten Organisationen/ Personen beherrscht werden. Solche mittelbaren Bereitstellungsverbote gibt es sowohl in der EU, als auch beispielsweise in den USA.

Das Problem daran: Solche kritischen Beteiligungen tauchen auf den offiziellen Sanktionslisten nicht auf. Die Gesetzgeber gehen davon aus, dass den Unternehmen die Eigentumsverhältnisse ihrer Geschäftspartner bekannt sind. Dies ist jedoch wenig realistisch. Insbesondere Unternehmen mit grossen oder internationalem Kundenstamm laufen Gefahr, kritische Eigentumsverhältnisse ihrer Kunden oder Lieferanten zu übersehen. Die Rechtsfolgen sind unangenehm.

AEB hat mit dem Fachverlag Dow Jones als Content-Partner ein Verfahren entwickelt, wie sich Verstösse gegen mittelbare Bereitstellungsverbote durch eine IT-gestützte Prüfung vermeiden lassen. Auch andere versteckte Compliance-Risiken – beispielsweise aus dem Bereich der Geldwäsche und der Korruption – lassen sich transparent machen und dadurch reduzieren.