Die MS Direct AG stand vor einer komplexen Systemumstellung mitten im E-Commerce-Peak. Mit AEB gelang der Wechsel reibungslos – bei gesteigerter Transparenz und neuen und erweiterten Serviceangeboten für Kunden.
Ole Zimmer, Head of Global Customs
MS Direct unterstützt internationale Onlinehändler beim Cross-Border-Commerce, insbesondere beim Versand in die Schweiz und nach UK. Über die eigene Shipping-Plattform steuert das Unternehmen alle relevanten Prozesse zentral – von der Tarifierung über den Versand bis Retouren. Die Verzollung ist dabei ein integrierter Teil dieser ganzheitlichen Lösung. Im Zuge der Umstellung von e-dec auf Passar ergaben sich neue Anforderungen an die bestehende Systemlandschaft. Das bisher eingesetzte On-Premise-Zolltool konnte diese Anforderungen nur noch eingeschränkt abbilden. Eine neue Lösung musste daher rechtzeitig vor der Migration auf Passar 1.0 implementiert werden. Die Deadline war klar gesetzt. Die Umsetzung fiel zeitlich ausgerechnet in die intensivste Phase des Jahres. Während Black Friday, Herbstgeschäft und wachsender Sendungsmengen lief die Implementierung parallel im laufenden Betrieb.
Gleichzeitig erwarteten Kunden maximale Stabilität. Verzögerungen, Fehler oder Compliance-Ausfälle waren keine Option. Eine maximal herausfordernde Situation, die durch den vorherrschenden Zeitdruck noch erschwert wurde.
Das Ziel war klar: Ein komplexes Transformationsprojekt unter Hochlast umzusetzen – ohne Auswirkungen auf das Tagesgeschäft.
Die MS Direct AG entschied sich für die Verzollung mit AEB-Software in der Cloud und wechselte so von einer On Premise-Lösung in eine moderne SaaS-Architektur.
Wichtige Voraussetzung für ein Gelingen war die Integration in die eigene Cross-Border-Plattform. So konnte die MS Direct AG nicht nur weite Teile der Verzollung automatisieren und damit interne Prozesse optimieren, sondern auch ganz neue Services für Kunden anbieten:
Zollstatusabfragen per API auf Paketebene, Download von Verzollungsdokumenten sowie transparente Einblicke in alle relevanten Datenpunkte des Zollprozesses, auch für eigene, interne Audits.
Die Implementierung folgte einem straffen Zeitplan und einem klar strukturierten Vorgehen: Jeder Umstellung ging ein umfassender Testlauf voraus, sodass potenzielle Fehler frühzeitig identifiziert und behoben werden konnten – ohne Auswirkungen auf die Kundenprozesse. Gleichzeitig dienten die Tests der Validierung von Daten sowie der gezielten Feinabstimmung der Abläufe. Individuelle Anforderungen wurden parallel flexibel über Templates und Zusatzfelder abgebildet.
Ein wesentlicher Baustein des neuen Systems war die Einzelverzollung, die den Kunden so weiterhin zur Verfügung gestellt werden konnte. Dank nahezu unbegrenzter Skalierbarkeit können so tausende Sendungen pro LKW effizient, regelkonform und transparent abgewickelt werden.
Die Systemumstellung verlief nahezu geräuschlos, selbst während der Hochsaison. Weder Kunden noch Endkunden bemerkten den Wechsel im Hintergrund.
Die MS Direct AG konnte:
Besonders im Zollteam wurde der Effekt spürbar: Weniger repetitive Tätigkeiten schaffen Freiräume für fachliche Arbeit und Qualitätssteigerung sowie Kapazitäten für die Beratung von Kunden, die bei der MS Direct AG, zurecht, eine erstklassige Zollexpertise erwarten.
Gleichzeitig profitieren Kunden von höherer Transparenz und besseren Steuerungsmöglichkeiten ihrer internationalen Lieferketten.
Die MS Direct AG ist ein Schweizer Anbieter für Fulfillment und Cross-Border-E-Commerce-Lösungen mit Standorten in der Schweiz, Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Über eine eigene Shipping-Plattform steuert MS Direct internationale Versandprozesse zentral und automatisiert. Von Customs Clearance über Versand, bis zu Retouren deckt das Unternehmen alle relevanten Schritte im Cross-border E-Commerce ab und ermöglicht eine einfache Anbindung an bestehende Shops und Systeme.