10 Fakten über die Digitalisierung der Zollprozesse


Wo stehen die Unternehmen bei der Digitalisierung Ihrer Zollprozesse? Und wo wollen sie hin? Welchen konkreten Nutzen bringt die Digitalisierung, und wo lauern Bremser? Die Global Trade Management-Studie 2018 von AEB und DHBW gibt die Antworten.

AEB und die Duale Hochschule Baden Württemberg Stuttgart fragten. 435 Zollexperten aus den Unternehmen antworteten. Hier die zehn Top-Fakten zur Digitalisierung des Zollbereichs aus der GTM-Studie 2018.

33%
der Unternehmen geben der Digitalisierung der Zollabwicklung hohe Priorität, in 40% immerhin eine mittlere Priorität. Keine schlechten Werte, denn die Zollabteilung konkurriert mit Kernbereichen wie Vertrieb, Beschaffung und Produktion um knappe Digitalisierungsressourcen. In der Managementebene liegt die Priorität sogar höher: Die wachsenden Handelskonflikte haben die Aufmerksamkeit der Unternehmensspitze auf die Zollprozesse gelenkt.

Achtung Anfänger!

30 % der Unternehmen haben noch keine Erfahrungen mit Digitalisierungsprojekten im Zollbereich. Nur 35 % haben bereits mindestens ein Digitalisierungsprojekt umgesetzt. Der Rest steckt in Planungs- oder Realisierungsvorhaben.

73%
der Unternehmen erwarten von der Digitalisierung ihrer Zollprozesse eine Verminderung des Personalaufwandes von mindestens 10 %. Aber nur 6 % wollen in den nächsten Jahren Personal abbauen. Es geht darum, die wachsende Arbeitslast mit dem bestehenden Personal zu bewältigen.

Zentralisierung der Haupteffekt
75 % der Unternehmen sehen die Zentralisierung der Zollprozesse als das den wesentlichen Effekt der Digitalisierung. Gerade bei größeren Unternehmen ist die Zollabwicklung bisher auf mehrere Standorte verteilt.

64,6 %
halten Digitalisierung der Zollabwicklung im Export für „sehr wichtig“. 62,3 % geben dieses Prädikat der Exportkontrolle. Unternehmen mit größerer Digitalisierungserfahrung priorisieren Digitalisierungsvorhaben in den Bereichen Warenursprung und Präferenzen sowie Klassifizierung/Tarifierung.

Digitalisierungs-Know-how ist Mangelware
35,9% der Unternehmen halten fehlendes Digitalisierungs-Know-how im eigenen Unternehmen für ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zur digitalen Zollabwicklung.

34,6 %
Der Zollprofis sehen sich bei der Digitalisierung vom eigenen Management ausgebremst. Sie beklagen sich über fehlende Unterstützung aus der Chefetage bei diesem Thema.

Ziel: Freihandels-abkommen nutzen
Stell Dir vor, es gibt Zollermäßigungen, und keiner nutzt sie. Unvorstellbar, aber viele Unternehmen nehmen ihnen zustehende Zollpräferenzen aufgrund der komplexen Nachweispflichten noch immer nicht in Anspruch – und lassen Wettbewerbsvorteile ungenutzt. In Zukunft kommt das seltener vor. 37.5% der Unternehmen wollen Freihandelsabkommen in den nächsten drei Jahren verstärkt in Anspruch nehmen und dabei IT nutzen.

58 %
der Unternehmen planen im Zollbereich die Implementierung neuer IT-Lösung oder einen Upgrade ihrer Bestandssoftware.

Mehrheit sieht sich gut vorbereitet
Aller Hindernisse zum Trotz: Fast 69 % der Unternehmen sehen sich gut oder sogar sehr gut auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet. Die Pessimisten sind mit 31% in der Minderheit.

Sie wollen wissen, wohin die Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Zollprozesse steuern? Was sie beflügelt, und was sie bremst? Dann laden Sie sich kostenlos die Global Trade Management Studie 2018 herunter. Oder wollen Sie wissen, wie Sie ihre Zollprozesse automatisieren können? Dann finden Sie hier Informationen zu den praxisbewährten Zolllösungen von AEB.