DHL-Prognose

Welthandel wächst moderat

Der Welthandel wird in den kommenden drei Monaten weiter moderat wachsen. Dies ist das Ergebnis des neuen Global Trade Barometers, das der Logistikkonzern DHL gemeinsam mit der Unternehmensberatung Accenture entwickelt hat.

Die im Welthandel aktiven Unternehmen können sich in den kommenden drei Monaten weiterhin auf ein stabiles Umfeld verlassen. Zu dieser Aussage kommt das neu konzipierte DHL Global Trade Barometer in seiner ersten Ausgabe. „Das Barometer liegt im Januar bei 64 Zählern. Dies deutet – ausgehend von einem bereits hohen Niveau – auf einen moderaten Anstieg des Welthandels innerhalb der nächsten 3 Monate hin“, sagte Tim Scharwath, CEO von DHL Global Forwarding, während der Präsentation des Frühindikators in New York.

Eintrübung in China

Indikatorwerte über 50 deuten auf einen wachsenden Welthandel hin, Werte unter 50 auf einen Rückgang. Der Indexwert ist gegenüber den Vormonaten (Dezember:  66) eicht rückläufig. „Die Vorzeichen für den globalen Handel stehen also weiterhin auf Expansion, das Wachstum verliert jedoch an Dynamik“, interpretierte Scharwath. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass sich die Aussichten für den chinesischen und japanischen Handel eingetrübt haben. Dies wurde nur teilweise durch einen verbesserten Ausblick für Indien, Südkorea und Großbritannien ausgeglichen.

Lage ist in der Luftfracht besser als in der Seefracht

Der Ausblick für den Luftfrachtbereich (71) verschlechterte sich leicht aufgrund eines Rückgangs im US-amerikanischen und deutschen Luftfrachtsegment gegenüber dem Vormonat um 2 Punkte. Der Indexwert für Seefracht1 weist für die kommenden Monate auf positives Wachstum (60) hin, ist gegenüber Dezember jedoch ebenfalls leicht rückläufig. Der Hauptgrund für den Rückgang ist die Entwicklung im chinesischen Seefrachtbereich; für fast alle anderen Länder hat sich der Ausblick im Januar aufgehellt.

Prognose mit Hilfe von Big Data

Das Barometer wurde gemeinsam von DHL und der Unternehmensberatung Accenture konzipiert. Es basiert auf Daten aus sieben Ländern (Südkorea, China, Japan, Deutschland, USA, Großbritannien und Indien), die gemeinsam rund 75 Prozent des Welthandels repräsentieren. Betrachtet werden nur Güter, die per Luft- oder Seefracht transportiert werden. Die Prognoseeigenschaft beansprucht das Global Trade Barometer, weil es auf dem Handel mit Vorprodukten wie Stoßstangen, Textiletiketten und Handyteilen basiert. Produkte aus zehn verschiedenen Branchen fließen ein, insgesamt 1,6 Mio. Variablen werden betrachtet. DHL sieht das Global Trade Barometer als Beispiel für eine Big-Data-Anwendung.

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