PRÄFERENZEN

Probleme mit elektronischen Warenverkehrsbescheinigungen der Türkei

Die Türkei erstellt neuerdings Warenverkehrsbescheinigungen mit einem neuen elektronischen Verfahren. Der Zoll stellt nun klar: Ohne Unterschrift werden die Bescheinigungen nicht anerkennt. Folge: Für die importierten Waren wird keine Präferenz gewährt.

Seit mehreren Wochen sind die türkischen Behörden dazu übergegangen, die Warenverkehrsbescheinigungen A.TR, EUR.1 und EUR-MED in einem neuen elektronischen Verfahren ohne Unterschrift zu erstellen. Doch diese werden durch die europäischen Zollbehörden nicht anerkannt, wie der deutsche Zoll auf seiner Website mitteilt. Die Folge für die Importeure, die mit den Warenverkehrsbescheinigungen arbeiten: Für die importierten Waren wird keine Präferenz gewährt und müssen mit einem entsprechend höheren Zollsatz verzollt werden.

Falsch ausgestellte Nachweise können korrigiert werden

Wareneinfuhren aus der Türkei erhalten nur dann eine Präferenzbehandlung, wenn die Warenverkehrsbescheinigungen die Unterschriften der Zollbehörde und des Ausführers tragen. Für Wareneinfuhren ab dem 24. April 2018 kann es daher zu einem Nacherhebungsverfahren kommen, wenn eine oder beide Unterschriften fehlen. Die falsch ausgestellten Präferenznachweise können allerdings nachträglich korrigiert werden. 

Bei laufenden Einfuhren werden die Präferenznachweise ohne Unterschrift dem Anmelder durch die Zollbehörde zur Korrektur zurückgegeben. Sie können anschließend neu vorgelegt werden, wenn die Unterschriften nachgetragen wurden oder die Bescheinigung neu ausgestellt wurde.

WVB von ermächtigten Ausführern nicht betroffen

In einem Nachtrag weist der Zoll darauf hin, dass Warenverkehrsbescheinigungen (WVB), die im vereinfachten Verfahren durch ermächtigte Ausführer mit Sonderstempelabdruck erstellt wurden, von den Maßnahmen nicht betroffen sind.

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