Transportmanagement

Maut in Europa: Transporte werden teurer

Belgien weitet die Lkw-Maut aus, Italien und Österreich erhöhen die Mautsätze und Estland bittet jetzt auch zur Kasse. Insgesamt müssen Unternehmen in Europa mit steigenden Transportkosten rechnen. Ein Überblick.

Maut in Belgien

In Belgien sind zum Jahreswechsel einige Änderungen bei den Straßengebühren in Kraft getreten. So müssen bestimmte Mini-Sattelzüge bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht der Klasse N1 die Lkw-Maut zahlen. Zudem wurden in der Region Wallonien die Mautsätze für Lkw über 3,5 t zwischen zwei und vier Prozent angehoben. Flandern und Brüssel unterscheiden zudem bei den Mautsätzen zwischen Euro-5-Lkw und Euro-6-Lkw. Für Euro-5-Lkw steigen die Sätze um 1 Cent.

Transporte auch in Österreich teurer

Die Alpenrepublik erhöht die Mauttarife für das Jahr 2018 um ein Prozent. Im Bereich der externen Kosten (Luft- und Lärmbelastung) gibt es keine tariflichen Anpassungen von 2017 auf 2018. Der Lkw-Mauttarif setzt sich in Österreich aus dem Infrastruktur-Grundkilometertarif und der Hinzurechnung von externen Kosten für verkehrsbedingte Luftverschmutzung und Lärmbelastung zusammen. Die Tarifbestandteile sind sowohl nach Euro-Emissionsklassen als auch nach Anzahl der Achsen gestaffelt.

Maut in Italien

Mit teils deutlich höheren Mautkosten müssen Lkw-Fahrer in Italien rechnen. Nach Angaben der Zeitschrift Verkehrs Rundschau hat ein Großteil der weit über 20 Autobahnbetreiber die Gebühren angehoben – auf einzelnen Teilstrecken sogar um über 50 %, der italienweite Durchschnitt der Mauterhöhung liegt gegenüber dem Vergleichsjahr 2016 bei 2,74 Prozent.

Maut in Estland

Transporte werden auch in Estland teurer. Ab diesem Jahr wird dort erstmals eine Maut für Lkw über 3,5 t erhoben. Die Gebühren sind von mehreren Faktoren abhängig: Gesamtgewicht des Fahrzeuges, Anzahl der Achsen und Emissionsklasse. Die Höhe des Betrages wird anhand der Tagessätze errechnet und nicht der absolvierten Kilometer, wie die Frachtenbörse trans.eu schreibt. Für Lkw bis 12 t liegt der Tagessatz beispielsweise bei neun Euro, die Jahresgebühr bei 500 Euro.

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