International Customs Integration im Fokus

Europäisches Zollmanagement: Ein Thriller

09.12.2016 | Wer hat gesagt, internationale Zollabwicklung sei trockene Materie? Wir erzählen Ihnen eine wahre Geschichte und zeigen Ihnen, dass so mancher „Case“ durchaus das Zeug zum spannenden Thriller hat. Tatsächlich ist unsere Geschichte stellvertretend für viele andere. Sie soll die Probleme aufzeigen, die derzeit im europäischen Zollmanagement bestehen. Doch keine Sorge: Unsere Geschichte hat ein Happy End – und zumindest aus unserem „Worst Case“ wird letztlich ein „Best Case“.

von Susanne Puschke

Der Protagonist

Jede Story braucht ihn: den Protagonisten, den „Helden“, mit dem wir uns identifizieren. Auch wenn wir uns in unserem Zoll-Thriller an wahrhaftigen Ereignissen orientieren, haben wir den Namen unseres Hauptdarstellers geändert: Universal-Chemie (namentliche Ähnlichkeiten sind rein zufällig) ist weltweit marktführender Hersteller von umweltfreundlichen Oberflächenbeschichtungen. Und wie es sich für den Helden gehört, ist er (pardon! „Es“ – das Unternehmen) beliebt und erfolgreich. Weltweit warten tausende Kunden in Automobilindustrie, Luftfahrindustrie, Unterhaltungselektronik und vielen anderen Branchen auf eine schnelle und pünktliche Lieferung.

Der Plot

Und im Grunde läuft es auch gut: Universal-Chemie hat Niederlassungen in 50 Ländern. Ein einheitliches ERP-System und die an mehreren Standorten verwendete Versandlösung arbeiten Hand in Hand. Alles prima, also? Nein, sonst wäre unsere Story ja langweilig! Der Haken ist (und genau genommen gab es den schon die ganze Zeit): Da der weltweite Versand von mehreren Produktionsstandorten aus erfolgt und hierbei in puncto Zoll nationale Besonderheiten abzubilden sind, arbeitet das Industrieunternehmen in den einzelnen Ländern mit unterschiedlichen Lösungsanbietern zusammen. Das heißt: In den deutschen und niederländischen Standorten von Universal-Chemie kommen verschiedene Zolllösungen zum Einsatz. Oh, oh …!

Der Antagonist

Und da hat sie ihren großen Auftritt – die „Bösewichtin“ unserer Story: die uneinheitliche Zollabwicklung. Diese hinterhältige Verbrecherin macht Universal-Chemie das Leben schwer, sorgt in den nationalen Niederlassungen für Verwirrung und lähmt interne Prozesse. Sie ist besonders perfide, weil sie von heute auf morgen nicht zu fassen oder kleinzukriegen ist. Und sie ärgert nicht nur unseren Helden, sondern mehr oder weniger ALLE Unternehmen, die von mehreren europäischen Standorten aus Zoll abwickeln müssen. Und wer ist wie immer der eigentlich Schuldige? Richtig: „das System“, das solche Monster hervorbringt (System soll heißen: das europäische Zollmanagement und die fehlende zentrale Zollabwicklung). Deshalb hilft auch kein Ruf nach den Institutionen. „Ungerecht!“, möchte man als geneigter Leser rufen. Ein Gefühl von Ohnmacht macht sich breit.

Der Wendepunkt

Was also tun, wenn das System selbst einer Lösung im Weg steht? Rufen wir uns in Erinnerung, wie ein echter Held nun vorgehen würde. Genau: Er lässt die Institutionen links liegen und sucht mutig eigene Wege, um dem Übel über die nationalen Grenzen hinweg das Handwerk zu legen. In Falle von Universal-Chemie mit einer (Software-)Lösung, die eine einheitliche Zollabwicklung verspricht. Doch das ist leichter gesagt als getan: Denn innerhalb der Europäischen Union unterscheiden sich die Anforderungen der nationalen Zollbehörden an die Unternehmen in vielen Details. Deshalb ist es nicht selbstverständlich, dass ein IT-Anbieter Zoll in mehreren Staaten „kann“.

Das Happy End: ICI (International Customs Integration)

Doch Universal-Chemie beschreitet allen Unkenrufen zum Trotz mit seinem Partner AEB den eigenen Weg. Gemeinsam arbeitet man an einer Lösung – zunächst für die wichtigen niederländischen Standorte. Der Mut wird belohnt: Nach sechs Monaten geht Universal-Chemie mit ICI (International Customs Integration) an den niederländischen Standorten in den Echtbetrieb und automatisiert seine Zollprozesse. Und siehe da: Der uneinheitlichen Zollabwicklung wird das Handwerk gelegt. Happy End! Man kann sogar sagen: Ende gut, ALLES gut! Denn: Am ERP-System waren keinerlei Anpassungsarbeiten notwendig. Alle für den Versand notwendigen Daten werden in das Transportmanagementsystem übergeben. Der Nachrichtenaustausch mit dem IT-System des niederländischen Zolls funktioniert. Und: Support und Wartung werden gestrafft, da TMS- und Zollsystem aus einer Hand kommen. Auch dem Ausbau von ICI für weitere Länder steht nichts im Weg, denn die wichtigsten Märkte wurden in der Software bereits berücksichtigt. Zudem wird ICI stetig weiterentwickelt.

Anmerkung des Autors: Universal-Chemie kann den Kampf gegen die uneinheitliche Zollabwicklung zu den Akten legen – denn ICI wird automatisch upgedated, sobald neue Zollvorschriften auftauchen. Aber Sie wissen ja: Das Böse ist nie wirklich besiegt. Die uneinheitliche Zollabwicklung treibt an der nächsten Ecke mit anderen Unternehmen ihr Unwesen. Es bleibt also spannend!

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