Pressemitteilung

Studie: Die Zukunft von Logistik und Außenwirtschaft wird agil

  • Agiles Projektmanagement gilt als klarer Wettbewerbsvorteil und liefert bessere Projektergebnisse
  • Wichtigster Erfolgsfaktor: eine offene Unternehmenskultur
  • Aber: Noch sind die Erfahrungswerte mit agilem Arbeiten in Logistik und Außenwirtschaft gering

Stuttgart, 29. November 2017 – Agiles Projektmanagement erlangt in Logistik und Außenwirtschaft einen immer höheren Stellenwert: 84 Prozent der Unternehmen bezeichnen agiles Vorgehen als klaren Wettbewerbsvorteil und zwei Drittel rechnen damit, dass agile Methoden das klassische Projektmanagement in Logistik- und Außenwirtschaftsprojekten künftig ablösen werden. Das zeigt die Studie „Agile Zukunft – wie agiles Projektmanagement Logistik und Außenwirtschaft verändert“ des Softwareunternehmens AEB und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart. Befragt wurden 155 Experten aus den Bereichen Logistik, Außenwirtschaft und IT. Die Studie steht unter www.aeb.com/gtm-studie kostenlos zum Download bereit und enthält unter anderem praktische Handlungsempfehlungen in Sachen agiles Vorgehen. Außerdem wurden alle wichtigen Ergebnisse in einer Infografik zusammengefasst.

Studie: Die Zukunft von Logistik und Außenwirtschaft wird agil
Studie: Die Zukunft von Logistik und Außenwirtschaft wird agil

Experten erwarten bessere Ergebnisse durch agiles Projektmanagement

Ein Großteil der Befragten beurteilt agile Methoden positiv. So erwarten 87 Prozent der Experten dadurch effizientere Prozesse, 86 Prozent eine schnellere Umsetzung und 79 Prozent bessere Ergebnisse. Auch unter Kostenaspekten kann agiles Projektmanagement punkten: 60 Prozent halten geringere Projektkosten für wahrscheinlich. Außerdem rechnen 83 Prozent der Befragten damit, dass agiles Vorgehen zu einer höheren Mitarbeitermotivation führt. „Dieses Ergebnis deckt sich mit dem Grundprinzip selbstagierender Teams in agilen Projekten“, sagt Studienautor Prof. Dr. Dirk Hartel von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. „Man kann davon ausgehen, dass größere Freiheitsgrade das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation der einzelnen Teammitglieder erhöhen.“

Wichtigster Erfolgsfaktor: Unternehmenskultur

Um agiles Projektmanagement erfolgreich einzusetzen, braucht es vor allem eine dafür offene Unternehmenskultur. Fast drei Viertel der Teilnehmer halten diese für einen bedeutenden Erfolgsfaktor. Vor allem Mitarbeiter aus der Altersgruppe unter 50 Jahren sehen das so. Auch die Unterstützung durch Vorgesetzte und die radikale Bereitschaft von Menschen mit Führungsverantwortung, selbst agil zu werden, spielen eine entscheidende Rolle. „Hier ist ein Bewusstseinswandel notwendig, der sich durch das ganze Unternehmen ziehen muss“, erklärt Mitautor Dr. Ulrich Lison, Mitglied der Geschäftsleitung bei AEB. „Agiles Projektmanagement kann nur funktionieren, wenn es mit einem modernen Führungsverständnis einhergeht."

Experten befürchten mangelnde Disziplin

Neben den zahlreichen positiven Erwartungen hat ein Teil der Experten aber auch Bedenken, was den Einsatz von agilem Projektmanagement angeht. So fürchtet ein knappes Drittel einen Mangel an Disziplin durch die größere Freiheit der selbstorganisierten Teams. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, komme der Auswahl der Teammitglieder eine entscheidende Rolle zu, meint Lison. Zudem sollten diese über entsprechendes Know-how verfügen. „Auch die entsprechende Methodenschulung ist wichtig“, erklärt er.

Die größten Bedenken gegenüber agilem Projektmanagement bestehen hinsichtlich der Einhaltung des Kostenrahmens: 56 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass das Budget überschritten wird. Die Hälfte der Befragten sieht außerdem einen erhöhten Abstimmungsbedarf (54 Prozent) und eine unzureichende Projektdokumentation (51 Prozent) als Risiko.

Hohe Erwartungen treffen auf (noch) wenige Erfahrungswerte

Auch wenn die Mehrzahl der Befragten agiles Projektmanagement in Logistik und Außenwirtschaft für einen Wettbewerbsvorteil hält und positiv beurteilt, wenden bisher nur 36 Prozent der Unternehmen agile Methoden an. Ein Fünftel hat sich aktuell zum Ziel gesetzt, diese einzuführen. Aber 44 Prozent planen dies nicht – vor allem Vertreter aus Unternehmen mit weniger als 2.000 Mitarbeitern. Das liegt bei den meisten nicht daran, dass sie kein Potenzial sehen, sondern vor allem an unzureichendem Know-how und fehlenden Standards. „Wir erwarten, dass sich diese Lücke im Laufe der nächsten Jahre durch die spezifische Ausbildung von High Potentials schließen wird“, sagt Prof. Hartel. „Allerdings sollten sich auch Verbände verstärkt in der Verantwortung sehen und KMU noch besser bei der Einführung agiler Methoden und der Umsetzung entsprechender Projekte unterstützen.“

Über die Studie

Die Studie „Agile Zukunft – wie agiles Projektmanagement Logistik und Außenwirtschaft verändert“ basiert auf einer branchenübergreifenden Umfrage unter 155 Experten aus dem Umfeld Logistik, Außenwirtschaft und IT. Die Teilnehmer arbeiten in Unternehmen unterschiedlicher Größe aus verschiedenen Ländern, 60 Prozent der Unternehmen haben ihren Sitz in Deutschland. Jeder zehnte Teilnehmer ist Mitglied der Geschäftsführung oder des Vorstandes und über die Hälfte der Befragten (55 Prozent) hat eine mittlere Führungsposition als Leiter eines Geschäftsbereichs oder einer Abteilung inne. Das Softwareunternehmen AEB und die DHBW Stuttgart führen die Umfrage seit 2013 jährlich durch. Alle erschienenen Studien sind unter www.aeb.com/gtm-studie erhältlich.

Pressekontakt:

  • fischerAppelt, relations GmbH
    Michael Grisar
    PR-Beratung
    Tel. +49 (0)40 - 899 699 - 387
    mgr@fischerappelt.de

Über DHBW Stuttgart

(www.dhbw-stuttgart.de)
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart gehört mit rund 8.300 Bachelor-Studierenden zu den größten Hochschuleinrichtungen in den Regionen Stuttgart und Oberer Neckar. In Kooperation mit rund 2.000 ausgewählten Unternehmen und sozialen Einrichtungen bietet sie mehr als 40 national und international anerkannte, berufsintegrierte Bachelor-Studienrichtungen in den Fakultäten Wirtschaft, Technik und Sozialwesen an. Gemäß dem dualen Konzept der Hochschule findet an der DHBW Stuttgart Forschung in einem anwendungsorientierten Rahmen statt. Die drei Fakultäten unterhalten daher Lehr- und Forschungszentren und bearbeiten verschiedene Forschungsschwerpunkte.


Über AEB

(www.aeb.de)
Seit mehr als 35 Jahren unterstützt die AEB GmbH mit ihrer Software die Logistik- und Außenwirtschaftsprozesse von Industrie-, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen. Mehr als 5.000 Kunden aus über 35 Ländern nutzen die Lösungen beispielsweise für das Transport- und Lagermanagement, die Import- und Exportabwicklung sowie das Präferenzmanagement. Sie profitieren von höherer Effizienz, Rechtssicherheit und Transparenz – auch international. Möglich machen dies beispielsweise automatisierte Zoll- und Embargoprüfungen, die verbesserte Zusammenarbeit mit Partnern in der Lieferkette sowie automatisierte Versandprozesse. Das AEB-Portfolio reicht von schnell einsetzbaren Online-Lösungen bis hin zur umfassenden Logistiksoftware.

AEB hat ihren Hauptsitz sowie eigene Rechenzentren in Stuttgart und deutsche Standorte in Hamburg, Düsseldorf, München, Soest, Mainz und Lübeck. International vertreten ist AEB in Großbritannien (Leamington Spa), Singapur, in der Schweiz (Zürich), Schweden (Malmö), in den Niederlanden (Rotterdam), in Tschechien (Prag), Frankreich (Paris) und in den USA.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen