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Welcher Wert gehört auf die Proforma-Rechnung?

Bei uns im Hause gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, welcher Wert der Ware auf einer Proforma-Rechnung für den Versand ins Drittland anzugeben ist. Und wie ist es bei einer kostenlosen Nachlieferung oder einer Garantie-Austauschlieferung? Wie lautet die korrekte Lösung: Einkaufspreis der Ware oder Verkaufspreis der Ware?

Björn Helmke 10.07.2019

Sie müssen den tatsächlichen Wert der Ware angeben, den der Kunde zahlen muss. Das bedeutet, dass neben dem Ab-Werk-Preis auch anteilige Fracht- und Versicherungskosten bis zur Grenze des Empfängerlandes zu berücksichtigen sind. In einigen Ländern, wie den USA, ist der fob-Preis maßgeblich. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn ihr Kunde Ihnen mitteilt, welche Angabe er für den Import benötigt.

Zum Thema kostenlose Nachlieferungen: Auch hierfür fallen grundsätzlich Eingangsabgaben an. Hat der Empfänger diese Eingangsabgaben bereits bezahlt, weil der Artikel auf der ersten Rechnung belastet wurde, aber nicht geliefert wurde, muss er das nachweisen – beispielsweise anhand von Rechnungen und Lieferscheinen. 

Handelt es sich um eine kostenlose Sendung, müssen Sie einen Dienstleister finden, der die Einfuhr tätigt und Ihnen die Kosten in Rechnung stellt, oder der Empfänger stellt Ihnen eine Rechnung für die gezahlten Eingangsabgaben aus.

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Björn Helmke
Über den Autor
Björn Helmke
Björn Helmke arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Fachredakteur in den Themenbereichen Transport und Logistik. Seit zwei Jahren schreibt der Betriebswirt (WA) mit wachsender Begeisterung über praxisbezogene Themen in der Außenwirtschaft. Sein Anspruch: Auch bei Fachthemen Lesespaß und Nutzen unter einen Hut bekommen.

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