Outsourcing

Verlader erwarten mehr IT-Kompetenz von den Logistikpartnern

Fast alle Verlader und Logistikdienstleister sind sich einig, dass die Kommunikation zwischen Verladern und Logistikdienstleistern angesichts wachsender Supply-Chain-Risiken verbessert werden muss. Das geht aus der Third-Party-Logistics Studie 2018 hervor, die Trends im Outsourcing beleuchtet. Weiterführende Tipps gibt ein Whitepaper von AEB.

Björn Helmke 16.05.2018

Die Industrie- und Handelsunternehmen fordern von ihren Logistikdienstleistern eine höhere IT-Kompetenz. Das geht aus der Third-Party-Logistics Studie 2018 hervor, welche die Penn State Universität gemeinsam mit der Unternehmensberatung Infosys, Penske und Korn Ferry herausgegeben hat. Die Studie untersucht den Stand des Outsourcings in der Logistik. Befragt wurden vor allem US-Unternehmen.

Demnach halten unverändert 91 % der Verlader die IT-Kompetenz bei ihren 3-PL-Dienstleistern für eine unbedingt erforderliche Eigenschaft. Nur noch 56% sind in diesem Punkt jedoch zufrieden - das sind zehn Prozentpunkte weniger als noch vor einem Jahr. Die Verfasser der Studie begründen dies mit höheren Erwartungen angesichts verbesserter Möglichkeiten in der Informationstechnologie - und gleichzeitig einem höheren Bedarf der Verlader an Echtzeitinformationen von den Dienstleistern.

Mehr Daten für die Reduzierung von Supply-Chain-Risiken benötigt

Ein Treiber des erhöhten Informationsbedarfs ist die wachende Sorge über Supply-Chain-Risiken und Störungen der Lieferkette. Um die Risiken zu reduzieren und die Folge von Störungen zu minimieren, sehen 98% der Verlader und 99% der Logistikdienstleister eine raschere, vollständigere und akkurate Informationsübermittlung als Schlüssel an. Doch 51% der Verlader finden, dass ihre Dienstleister in diesem Punkt mehr tun müssen. „Die Dienstleister und ihre Kunden haben unterschiedliche Vorstellungen darüber, was ihre Rollen bei der Verbesserung der Kommunikationsprozesse sind“, heißt es in der Studie. Der Wunsch nach Verbesserung des Risikomanagements in der Supply Chain treibt auch das Interesse an der Blockchain-Technologie.

In der Hitliste der outgesourcten Tätigkeiten liegt der nationale Transport mit 83% vor dem Warehousing mit 68%, dem internationalen Transport mit 63% und der Verzollung mit 49%. Nur etwa 11 % haben ihre Logistik mitsamt Steuerung der Lieferkette komplett an einem 4PL outgesourct.

Hilfreiches Whitepaper von AEB

Weiterführende Informationen zum Thema Kolloboration mit Logistikdienstleistern gibt ein Whitepaper von AEB mit dem Titel "6 IT-Tipps für die Zusammenarbeit mit Transportpartnern"

Über den Autor
Björn Helmke
Björn Helmke arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Fachredakteur in den Themenbereichen Transport und Logistik. Seit zwei Jahren schreibt der Betriebswirt (WA) mit wachsender Begeisterung über praxisbezogene Themen in der Außenwirtschaft. Sein Anspruch: Auch bei Fachthemen Lesespaß und Nutzen unter einen Hut bekommen.

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