Warehouse Management

Studie: Lagersoftware immer umfangreicher

Ein Marktreport hat Entwicklungen und Erfolgsfaktoren von Lagersoftware untersucht. Im Kommen sind demnach integrierte Systeme, die mehr als nur Lagerprozesse unterstützen. Doch welche Vorteile bieten sie?

Jens Verstaen 13.03.2017

Der Markt für Lagersoftware ist in Bewegung. Waren in der Vergangenheit überwiegend pure Lagersoftware-Anbieter zu finden, scheint sich in den letzten Jahren der Trend zur Logistik-Suite durchzusetzen. Laut eines Marktreports des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik hat sich der Anbieteranteil erhöht, bei dem das WMS Teil einer größeren Software-Suite ist. Er kletterte von 37 % im Jahr 2010 auf 46 % im Jahr 2016. Die „Suite-Anbieter“ erzielten 68 % des Gesamtumsatzes des Marktes für Lagersoftware.

Der Vorteil bei diesen Systemen: Sie verfügen über eine höhere Integration in weitere unternehmens- bzw. standortübergreifende Module und Funktionen wie beispielsweise Transportmanagement oder Zollabwicklung, sodass sich durchgängige Logistikprozesse besser durch die Lösung unterstützen lassen. Wie eine derartige Lagersoftware aussehen kann und welche Vorteile es bietet, zeigt das Beispiel der Lagersoftware AEB Warehouse Management.

Lagersoftware: Prozess-Know-how ist entscheidend

Der Fraunhofer-Report untersuchte auch die wesentlichen Erfolgsfaktoren für Lagersoftware. Hier spielt vor allem Logistik- und Prozess-Know-how eine entscheidende Rolle. Ebenfalls wichtig: Entsprechende Referenzen, die Realisierung von individuellen Lösungen sowie erfahrene Mitarbeiter. Überraschenderweise spielen niedrige Kosten für die Implementierung der Lagersoftware sowie die Implementierungsmethode nur eine untergeordnete Rolle. 

Die Einführungsdauer landet hingegen im Mittelfeld der Erfolgsfaktoren. Die Untersuchung zeigt: Sie hängt stark davon ab, ob die Lagersoftware für ein manuelles oder ein automatisiertes Lager implementiert wird. Die durchschnittliche Einführungsdauer liegt bei automatisierten Lagern bei bis zu 21 Monaten, bei manuellen Lagern bei bis zu 12 Monaten. Allerdings spielt auch die Dimension des jeweiligen Logistikzentrums und die Komplexität der Prozesse spielen eine wichtige Rolle.  So sind auch WMS-Einführungen innerhalb weniger Wochen machbar.

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