Hermes-Barometer

Cyberangriffe: Logistik-Entscheider sind gewappnet

Laut einer Umfrage unter 200 Logistikentscheidern glauben fast drei Viertel der Unternehmen, dass sie Cyberangriffe auf ein tragbares Maß beschränken können. 19 % hat es allerdings schon einmal erwischt.

Franziska Widmaier 02.12.2017

41 % der Befragten halten Hackerangriffe, Computerviren und ähnliche IT-Sicherheitsvorfälle für die größte Bedrohung der eigenen Lieferkette. Doch die deutschen Unternehmen scheinen gut darauf vorbereitet zu sein: Fast drei Viertel der Führungskräfte in der Logistik sind der Meinung, dass sie innerhalb ihres Unternehmens über das nötige Know-how verfügen, um Gefährdungen der IT-Systeme auf ein tragbares Maß zu beschränken. In großen Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern stimmen sogar knapp 90 % der Aussage zu. Zu diesen Ergebnissen kommt das aktuelle Hermes-Barometer „IT- und Datensicherheit in der Supply Chain“ des Logistikdienstleisters Hermes Germany, einer Befragung unter 200 Logistikentscheidern deutscher Unternehmen.

Logistik muss zukünftig mehr in IT-Sicherheit investieren

Jeder achte Befragte ist der Meinung, dass Unternehmen in der Zukunft deutlich mehr investieren müssen, um die Datensicherheit innerhalb der Supply Chain zu gewährleisten. „Mit der weiteren Vernetzung logistischer Abläufe und dem Ausbau der unternehmensübergreifenden Informationsarchitektur werden die Anforderungen an die IT-Sicherheit zukünftig weiter steigen“, kommentiert Jan Bierewirtz, Bereichsleiter Business Development Supply Chain Solutions bei Hermes Germany, die Ergebnisse

Was tun gegen Cyberangriffe?

Bei rund jedem fünften befragten Unternehmen (19 %) kam es in der Vergangenheit zu Störungen oder Unterbrechungen der Lieferkette durch Cyberangriffe. Um sich vor derartigen Attacken zu schützen, setzen die Unternehmen auf verschiedene Ansätze zum Schutz der Daten: Für 71 % der Befragten hat die Absicherung des Firmennetzwerkes gegen Datenabfluss eine hohe Priorität, gefolgt von der Verschlüsselung von Netzwerkverbindungen und E-Mails (55 %) sowie der Implementierung von Notfallplänen (39 %). Die Weiterbildung von Management und Mitarbeitern sowie Hintergrund-Checks vor der Besetzung sensibler Positionen messen lediglich 25 bzw. 19 % der Logistikentscheider eine hohe Bedeutung bei.

Besonders gefährdet: Datenaustausch mit Lieferanten und Partnern

Gut die Hälfte aller Befragten sieht die Kunden- und Mitarbeiterdaten sowie den automatischen Datenaustausch zwischen Lieferanten und Partnern als besonders gefährdet an. Nicht zuletzt deshalb steigt der Bedarf an Sicherheitslösungen: „Viele Unternehmen befinden sich in einer digitalen Transformation. Der Austausch sensibler Daten mit den Handelspartnern ist in der jüngeren Vergangenheit ausgebaut worden. Da braucht es individuelle IT-Konzepte, um den sicheren Datentransfer zu gewährleisten“, erklärt Bierewirtz die Ergebnisse. Die IT-gestützte Lagerhaltung, die Produktion und der Online Handel werden von der breiten Mehrheit der Teilnehmer hingegen als weniger bedrohte Unternehmensbereiche eingestuft.

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Franziska Widmaier
Über die Autorin
Franziska Widmaier
Franziska Widmaier ist Redakteurin und im Bereich Corporate Communications tätig. Als #twitterperle betreut sie außerdem die Social-Media-Kanäle bei AEB. Die Kommunikationswissenschaftlerin ist seit 2013 bei AEB und schreibt am liebsten über die neuesten Trends in Logistik und IT.

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