Außenhandel

Handelsstreit wirkt sich negativ auf deutsche Exporte aus

Im Vergleich zum Jahresanfang sanken die Exporte um mehr als 3 Prozent. Experten fürchten weitere Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China.

Die deutsche Wirtschaft hat im Februar einen Dämpfer erhalten. Die Ausfuhren verloren deutlich an Schwung, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Im Februar stiegen die Ausfuhren „Made in Germany“ im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar um 2,4 % auf 104,7 Mrd. Euro. Im Januar hatte es allerdings noch ein Plus von 8,6 % gegeben. Vor allem der Handel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union schwächelte. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Exporte um 3,2 %. Es war der stärkste Rückgang seit August 2015. Die Einfuhren legten binnen Jahresfrist um 4,7 % auf 86,3 Mrd. Euro zu.

Handelskonflikt zwischen USA und China bereitet Sorge

Für Unruhe sorgt der Handelskonflikt zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump wirft wichtigen Handelspartnern seit langem unfaire Praktiken vor und droht mit Zöllen. Besonders hat er China im Blick, dessen Überschuss im Handel mit den USA im vergangenen Jahr auf Rekordniveau stieg. Eine Eskalation zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt könnte die globale Konjunktur in Mitleidenschaft ziehen und Folgen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft haben.

Aufwertung des Euro bremst deutsche Wirtschaft

Auch die Aufwertung des Euro könnte ein Grund für die schwächelnde Wirtschaft sein, denn dadurch werden Waren in anderen Währungsgebieten teurer. Der Euro kostet derzeit mit knapp 1,23 Dollar rund 16 % mehr als ein Jahr zuvor.

Insgesamt kommt der Rückgang im Februar überraschend: Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 0,2 % gerechnet, nachdem es im Januar bereits einen Rückgang von 0,4 % gegeben hatte.