Studie

How-to: Den Brexit-Herausforderungen begegnen

Auf der 8. Compliance-Konferenz der AEB erarbeiteten britische Wirtschaftsführer einen Report, der zeigt, wie sich der Brexit in der dynamischen und wettbewerbsfähigen Geschäftslandschaft Großbritanniens entfaltet.

Wie gut sind britische Unternehmen auf die bevorstehenden Veränderungen im globalen Handel vorbereitet? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmer der 8. Compliance Conference, die von AEB in Kooperation mit dem Chartered Institute of Logistics & Transport (UK) im Oktober 2017 veranstaltet wurde. Vertreter der britischen Regierung, Berater und Wirtschaftsführer aus über zehn verschiedenen UK-Branchen diskutierten gemeinsam über die Auswirkungen des Brexit, rechtliche Änderungen und Best Practices. Gemeinsam bewerteten sie Risiken, Herausforderungen und Chancen und erarbeiteten einen 2-Jahresplan mit Handlungsempfehlungen für Unternehmen.

Von welchen Risiken sich britische Unternehmen bei einem Brexit bedroht fühlen

Was passiert, wenn mein Unternehmen keinen Zugang mehr zum EU-Binnenmarkt hat? 62 % der Konferenz-Teilnehmer fürchten sich vor diesem Szenario und sehen den Ausschluss aus dem EU-Markt als größtes Risiko für ihr Unternehmen. Verglichen mit den Umfrageergebnissen von 2016 ist das ein leichter Rückgang (2016: 66 %). 
Letztes Jahr war das Top-Risiko die Anwendung von Zöllen und Quoten durch die EU (74 %). Dieser Wechsel an der Spitze macht deutlich: Viele Unternehmen schauen sich bereits aktiv nach alternativen Beschaffungsoptionen um. Zudem sehen die Befragten wenig Fortschritt bei den Brexit-Verhandlungen. Das bestätigt auch die jüngste Studie des Chartered Institute of Procurement & Supply (CIPS), die im November 2017 veröffentlicht wurde.

Top-Herausforderung: Steigende Komplexität und Druck

Ebenso wie im letzten Jahr sehen britische Unternehmen ihre größte Herausforderung darin, mit der steigenden Komplexität und dem steigenden Druck umzugehen (45 %) – etwa durch den immer weiter wachsenden E-Commerce, durch anspruchsvollere Kundenerwartungen und die zunehmende Digitalisierung.

In der Einführung passender Werkzeuge sehen britische Unternehmen die größte Chance, um aktuellen und zukünftigen Herausforderung zu begegnen (36 %) - deutlich mehr als in der Vorjahresumfrage (+7 %). Hier zeigt sich: Die Unternehmen werden sich immer mehr bewusst über die Dringlichkeit und die Bedeutung eines angemessenen Levels an Automatisierung, Integration und Flexibilität . Denn nur dadurch kann die eigene Wettbewerbsfähigkeit in den heutigen dynamischen und unsicheren Märkte sichergestellt werden.

Zwei-Jahres-Plan gibt konkrete Handlungsempfehlungen

Die Teilnehmer erarbeiteten auch einen Zwei-Jahresplan, der Handlungsempfehlungen für die Bereiche Zoll, Supply Chain, Personal, geschäftliche Verpflichtungen, Tools und Lieferanten. So raten die Experten beispielsweise, den eigenen AEO-Status zu überdenken, die verwendeten Incoterms zu überprüfen und ein abteilungsübergreifendes Brexit-Team einzurichten.

Die Handlungsempfehlungen im Details sowie alle weiteren Ergebnisse des UK Brexit Conference Reports können Sie kostenlos downloaden unter www.aeb.com/s/8oRLE 

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